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Remscheid: Karnevalisten dürfen nicht in Halle Hackenberg feiern

Remscheid : Karnevalisten dürfen nicht in Halle Hackenberg feiern

Die Halle Hackenberg in Lennep bleibt eine Sporthalle, die nur von Schulen und Sportvereinen genutzt werden darf. Eine Nutzungsänderung, die jährliche Karnevalsfeiern der Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG) möglich gemacht hätte, lehnte die Bezirksvertretung (BV) Lennep am Mittwochabend mit großer Mehrheit ab.

Nur die Wählergemeinschaft stimmte dafür. Damit ist das Thema nach monatelanger Diskussion mit vielen Irrungen und Wirrungen offiziell beendet. Die Abstimmung war zuletzt immer wieder verschoben worden, weil die Fraktionen noch offene Fragen hatten. Es ging dabei unter anderem um die genauen Kosten für einen Umbau, der auch Karnevalsfeiern möglich machen würde, sowie um die Frage, ob und wie der Schulsport und der Vereinssport durch eine mehrtägige Karnevalspause beeinträchtigt werden würde. Auch nach Ausweichmöglichkeiten für den Sport wurde gefragt.

Sowohl die Schulen als auch der Vereinssport könne auf die Halle nicht verzichten, so der Tenor der Vorlagen der Verwaltung. Untermauert wurde diese Linie von einem Schreiben des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid, der den Fraktionen die große Bedeutung der Halle für den Sportbetrieb aufzeigte.

Dezernent Thomas Neuhaus sagte in der Sitzung, dass für eine Nutzung als Festhalle Umbaukosten von mehr als 70.000 Euro anfallen würden. Er sprach von einer "schwierigen Entscheidung". Die Stadt habe aber rechtlich keine Möglichkeiten, weil der Schulsport Vorrang habe.

Roland Kirchner (W.i.R.) hatte vor der Abstimmung argumentiert, dass mit Flexibilität aller Beteiligten ein Kompromiss möglich sei. Es gehe dabei nur um ein Wochenende. Eine grundsätzliche Nutzung der Halle als Veranstaltungshalle wolle auch die W.i.R. nicht. Die Aussagen der Verwaltung in den Antworten seien zum Teil widersprüchlich. Es sei "schwer, eine klare Linie zu erkennen".

Er sei lange davon ausgegangen, dass ein Kompromiss möglich sei, sagte Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) für seine Fraktion. Mittlerweile seien aber "zu viele Hürden" aufgebaut worden. Grundsätzlich zeige die Diskussion, dass der Bedarf für eine Mehrzweckhalle in der Stadt vorhanden sei.

(hr)