Junge Täter überfallen 51-Jährigen in Remscheid

Opfer landet im Krankenhaus : Junge Täter überfallen 51-Jährigen

Schläge, Tritte und Rucksack-Raub: Opfer musste ins Krankenhaus. Polizei ermittelt gegen Jugendliche.

Bei einem brutalen Raubüberfall an der Salemstraße ist ein 51-jähriger Remscheider am Dienstagabend schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, näherten sich zwei bis drei jugendliche Täter gegen 17.30 Uhr ihrem Opfer von hinten. Sie stießen den Mann zu Boden, schlugen ihn und traten ihm mehrfach ins Gesicht und gegen den Oberkörper. Anschließend entrissen ihm die Täter den Rucksack und flüchteten in Richtung Allee-Center.

Bei dem Überfall erlitt der 51-Jährige Blessuren, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. „Er trug unter anderem Platzwunden davon und stand sichtlich unter dem Eindruck der Tat“, erklärt Polizei-Pressesprecher Stefan Weiand. Alle Diebe sollen maximal 18 Jahre alt gewesen sein. Einer der Täter wurde als „recht klein“ beschrieben. Dieser war mit einer braunen Jacke bekleidet und hat blonde Haare. Ein Weiterer trug dunkle Oberbekleidung und einen roten Pullover. Die alarmierten Polizisten trafen im Bereich des Allee-Centers mehrere Jugendliche an, auf die die Beschreibung zutraf. Ob eine Tatbeteiligung besteht, ermittelt die Polizei nun. „Wir werden die Tatverdächtigen vorladen“, kündigt Weiand an.

Nicht auszuschließen sei es, dass die Täter auch mit einem Verbrechen zu tun haben, das sich am vergangenen Freitag abends in Hasten ereignet hatte. Bei einem räuberischen Diebstahl hatte ein Täter einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgegeben. Zuvor waren zwei Jugendliche gegen 19.42 Uhr in einem Geschäft an der Ecke Hastener Straße/Ecke Ibrucher Straße aufgefallen, weil sie jeweils eine Flasche Cola einsteckten. Als sie von einem Mitarbeiter angesprochen wurden, flüchteten die beiden. Bei der Verfolgung zog einer der beiden eine Waffe aus der Jacke und gab einen Schuss ab.

Beide Täter sind ebenso wie im Fall des Raubüberfalls an der Salemstraße eher von kleiner Statur. Zeugen schätzen ihre Größe auf 1,60 bis 1,65 Meter. „Dagegen spricht, dass der Tathergang doch sehr unterschiedlich war. Von daher ist es möglich, dass es einen Zusammenhang gibt, aber keinesfalls sicher“, erklärt Weiand.

Erkenntnisse, dass es eine signifikante Häufung von Raubüberfällen in Remscheid gibt, liegen dem Polizeisprecher nicht vor. „Es gehört leider zur Lebenswirklichkeit einer Großstadt, dass dies immer mal wieder passiert“, erklärt der Polizist. Zuletzt hatten insbesondere Vorgänge auf dem Rathausplatz und ein Brandbrief aus der dortigen Gastronomie für Diskussionen über die Sicherheit in Remscheid gesorgt.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter 0202/284-0 entgegen.