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Remscheid: Interesse an Seniorenmesse gering

Remscheid : Interesse an Seniorenmesse gering

Die Veranstaltung zum Auftakt der "Wochen der älteren Generation" hatte enttäuschend wenig Gäste und Aussteller.

Seit fast 40 Jahren finden im September die "Wochen der älteren Generationen" in Remscheid statt, in denen das Leben als Senior durch verschiedene Aktionen in den Mittelpunkt gerückt wird. Den Auftakt bildete in diesem Jahr die Messe "Bewegt leben 50 plus", die am Wochenende im Vaßbendersaal der evangelischen Stadtkirche stattfand.

An zwei Tagen präsentierte etwa ein Dutzend Aussteller sein Angebot. So gab es beispielsweise Informationen zur alternativen Heilkunde, und Vertreter der Diakonie des evangelischen Kirchenkreises Lennep erläuterten die Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Mitarbeiter der Malteser Solingen/Remscheid erklärten an ihrem Stand nicht nur das Konzept der Fahr- und Mahlzeitdienste, sondern auch, wie der häusliche Notruf funktioniert. So kann sich der Senior wahlweise zwischen einem Armband oder einer Kette entscheiden, mit denen im Notfall, beispielsweise einem Sturz, Rettungskräfte alarmiert werden können. Außerdem teilte die Hilfsorganisation mit, dass im Oktober die erste Geschäftsstelle der Malteser in Remscheid eröffnet wird.

Auch wenige Aussteller

"Wir haben nette Gespräche geführt, aber zu wenige", meinte indes Regine Fuchs, die seit zehn Jahren bei den Maltesern aktiv ist. Sie ist nicht nur von der Publikumsresonanz enttäuscht, sondern auch von der Ausstellerbeteiligung. Es gab eine überschaubare Zahl an Infoständen, und nur wenige Besucher kamen in den Saal. Das sieht auch Jörg Peiseler vom Polizeipräsidium Wuppertal ähnlich, der zusammen mit der Stadt Remscheid das Gemeinschaftsprojekt "Senioren für Senioren" vorstellte. "Eine Beratung auf Augenhöhe" sollte durch das Projekt mit zwölf ehrenamtlichen Senioren im Bereich der Kriminalitätsprävention gewährleistet werden. Doch er konnte nur wenige Gespräche führen. "Es könnte mehr sein, auch von den Anbietern", bilanzierte Peiseler, der die Messe im dritten Jahr mitmacht. Einige Besucher hätten ihm gesagt, dass zu wenig Werbung für die Messe gemacht worden sei.

Veranstalter Rolf Ischerland bestätigt: "So wenig Besuch hatten wir noch nie." Auch er hätte sich ein paar Aussteller mehr gewünscht und will für nächstes Jahr zusammen mit der Stadt an dem Konzept arbeiten, damit die Ausstellung attraktiv bleibt. "Wir haben Werbung gemacht. Aber vielleicht ist die im Zuge der Wahlwerbung untergegangen", vermutet Ischerland.

Auch für das Sanitätshaus "Goll & Schracke Massing", das am Samstag etwa sechs verschiedene Rollatorenmodelle vorstellte, hat sich der Tag nicht gelohnt: Über eine Stunde vor Ende des ersten Tages begannen die Mitarbeiter bereits wieder mit dem Standabbau. "Letztes Jahr waren wesentlich mehr Leute da", sagte Mitarbeiterin Katja Trautvetter.

(RP)