Remscheid: Intakte Sozialstruktur trotz mehr Straftaten

Remscheid: Intakte Sozialstruktur trotz mehr Straftaten

Obwohl die Zahl der angezeigten Straftaten im vergangenen Jahr um etwa 3,5 Prozent angestiegen ist, sei das Bergische Städtedreieck nach wie vor eine der sichersten Region in Nordrhein-Westfalen. Das sagte Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher am Donnerstag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2009. Sie begründete dies mit einer "weitgehend intakten Sozialstruktur” in Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie der guten Polizeiarbeit.

Insgesamt wurden im Gebiet des Polizeipräsidiums Wuppertal 49.668 Straftaten angezeigt ­ 7031davon in Remscheid. 58 Prozent dieser Fälle konnten die Ermittler in Remscheid lösen ­- damit war die Aufklärungsquote deutlich höher als in den Nachbarstädten (Wuppertal 53,7 Prozent; Solingen 48,8 Prozent).

Die Polizei erklärt dies mit dem deutlich geringeren Anteil von Diebstahldelikten in Remscheid, die in der Regel nur schwer aufzuklären seien -­ und in den anderen beiden Städten stärker ins Gewicht fallen. In Wuppertal ist vor allem die Zahl der Taschendiebstählen deutlich angestiegen (um 365 Fälle, das macht 21,17 Prozent). Hier sieht die Polizei einen direkten Zusammenhang mit der Monet-Ausstellung, die knapp 300.000 Besucher anzog.

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Sorgen macht der Polizei die Zahl der Wohnungseinbrüche, hier sei sie trotz vieler Präventionsaktionen hinter den selbst gesetzten Zielen -­ weniger Einbrüche, mehr Aufklärung -­ zurückgeblieben. Auffällig sei, dass Einbrecher nicht mehr nur in der dunklen Jahreszeit Hochsaison haben, sondern auch zunehmend in den Sommermonaten zur Tat schreiten. Deswegen plant die Polizei für dieses Jahr einen neuen Einsatzschwerpunkt in diesem Bereich.

(RP)