In zwei Jahren 80 Parkplätze mehr für Pendler

Parksituation am Bahnhof: Stadt: In zwei Jahren 80 Parkplätze mehr für Pendler in Lennep

Gleich zwei Beschlüsse rund um den Lenneper Bahnhof stehen auf der Tagesordnung für die Sitzung des Bauausschusses am kommenden Dienstag.

Einmal geht es in nichtöffentlicher Sitzung um den Verkauf eines der beiden verbliebenen freien Grundstücke im dortigen Gewerbegebiet. Neu auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils ist der Beschluss über die Einrichtung eines Park & Ride-Parkplatzes auf einer Fläche in der Nähe der Brücke an der Schlachthofstraße.

Dass die Plätze für Pendler am Bahnhof nicht ausreichen, ist lange bekannt. Der Wunsch der Politik, hier das Angebot für den Umstieg vom Auto auf den Zug zu verbessern, wurde bislang aber von der Stadt abgetan: kein Platz.

Für einen Sinneswandel in der Verwaltung gesorgt hat die CDU, die den Antrag stellte, alternativ eine der beiden freien Gewerbeflächen als Parkplatz zu nutzen. Ihr Argument: Wenn die Stadt es ernst meint mit ihrem Bemühen um eine Verkehrswende, muss sie dafür auch die Bedingungen schaffen.

  • Rommerskirchen : Weitere Parkplätze am Bahnhof eingerichtet

Ihr Druckmittel: Erst bei einer Lösung des Parkplatz-Problems werde sie dem Verkauf der Gewerbeflächen zustimmen. Das hat Bewegung ins Thema gebracht. Am Donnerstagabend präsentierte die Stadt im Stadtentwicklungsausschuss Pläne von einer Fläche, die aktuell noch im Besitz der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) ist. 80 Parkplätze für Pendler könnten dort entstehen. Baudezernent Peter Heinze berichtete von „euphorischen“ Reaktionen aus den ersten Gesprächen mit dem VRR, der Geld für das Projekt bereitstellen soll. Zustimmen müsste auch noch eine angrenzende Firma, über deren Privatstraße die Straße zur benannten Fläche führt. Kleiner Haken: Der Fußweg zum Bahnsteig wäre etwas länger. Zwei Jahre wird es dauern, bis dort geparkt werden kann, schätzt die Stadt.

Die SPD hätte gerne schneller eine Lösung, sagte York Edelhoff. Die Entscheidung über den Verkauf der Gewerbefläche mit dem Thema Parken zu verbinden, lehnt seine Fraktion aber ab. Damit stand sie jedoch relativ allein. Eine Mehrheit folgte am Donnerstag dem Vorschlag der CDU.