Remscheid: In der Zelle gekifft- Arrest dauert zwei Wochen länger

Remscheid: In der Zelle gekifft- Arrest dauert zwei Wochen länger

Wegen "unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln" hat Jugendrichter Peter Lässig vom Amtsgericht Remscheid einen 19-jährigen Kölner zu einer zweiwöchigen Arreststrafe verurteilt. Der junge Mann saß bereits seit vier Wochen wegen einer anderen Tat in der Jugendarrestanstalt Remscheid ein, als bei der Essenausgabe Qualm entdeckt wurde, der aus seinem Haftraum drang. Bei einer Durchsuchung wurden fast drei Gramm Haschisch in der Zelle des jungen Mannes gefunden, die er in einer Shampoo-Flasche in die Haftanstalt eingeschmuggelt hatte.

Beantragt hat die erneute Haftstrafe die neue Staatsanwältin vor Ort, Inga Saltenbrock. Dank des in Remscheid angewandten schnellen Verfahrens fand der Prozess noch während der Arrestzeit statt. Da das Urteil noch in der Hauptverhandlung rechtskräftig wurde, wird das Urteil nahtlos im Anschluss an den alten Arrest vollstreckt. Das beschleunigte Verfahren eignet sich in Fällen mit einfachem Sachverhalt und klarer Beweislage.

(hr)
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