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Wuppertal: Ikea will Ende 2014 eröffnen

Wuppertal : Ikea will Ende 2014 eröffnen

Mit der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens werden die Ansiedlungspläne in Wuppertal konkret. Entstehen soll ein Möbelhaus mit angegliedertem Fachmarktzentrum. Die Verkehrsanbindung ist ein Knackpunkt.

Die Ansiedlungspläne des schwedischen Möbelhauses Ikea in Wuppertal werden konkret. Stadtspitze und Vertreter von Ikea Deutschland stellten gestern das Konzept für die Umsetzung eines Bebauungsplanverfahrens vor, das am 7. Dezember in den politischen Beratungsprozess geht.

Demnach soll bis Ende 2014 auf dem Gelände der Fertighaus-Ausstellung in der Nähe des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord ein Möbelhaus und ein angegliedertes Fachmarktzentrum mit unter anderem Geschäften für Sportartikel, Zoobedarf, Elektrogeräten und Motorrädern und Babybedarf entstehen. Mit mehr als zwei Millionen Kunden jährlich rechnet Armin Michaely, Geschäftsführer der Ikea Verwaltungs-GmbH.

Ohne Fachmarkt kein Ikea

Sorgen, dass sich Ikea mit seinem Wuppertaler Standort selber Konkurrenz etwa am nahen Standort Düsseldorf macht, hat er nicht. Je kürzer die Wege zu Ikea für den Kunden seien, desto öfter würde er das Haus besuchen, sagte Michaely. Ikea hat auf die Kombination mit Fachmarkt bestanden. "Ohne Fachmarkt gibt es kein Ikea", sagte Stadtdirektor Johannes Slawig.

Der Kämmerer sprach von einem "erfreulichen Tag" für Wuppertal. Ikea sorge nicht nur dafür, dass der hohe Kaufkraftabfluss bei Möbeln in Wuppertal gebremst werde. Hohe zusätzliche Steuereinnahmen und neue Arbeitsplätze seien ein weiterer positiver Effekt für die Stadt. Über 100 Millionen Euro will der schwedische Konzern investieren, rund 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Um die Sortimente und Flächengrößen im Fachmarktzentrum wurde lange gerungen. Der Stadtspitze ist wichtig, dass hier möglichst Waren angeboten werden, die es in den beiden Wuppertaler Zentren Barmen und Elberfeld nicht zu kaufen gibt. Diese Verträglichkeit mit dem bestehenden Einzelhandel auch in der Region wird ein wichtiges Kriterium im anstehenden Genehmigungsverfahren sein.

Ähnlich wie bei den DOC-Plänen in Remscheid gilt es, ein Einvernehmen mit den Nachbarn und mit dem Land herzustellen. Wuppertal hat dabei den Vorteil, dass es mit seinem Projekt nicht in den Regionalrat muss, weil sich die angepeilte Nutzung mit den Zielen des Gebietsentwicklungsplans verträgt.

Ein Vorgutachten zum Verkehr hat die Ikea-Pläne für grundsätzlich machbar erklärt. Doch allen Beteiligten ist klar, dass etwa die schnelle Umsetzung des vom Bund angekündigten Umbaus des Autobahnkreuzes Nord auf der A 46 entscheidend für die gute Erreichbarkeit des Möbelhauses sein wird. Ikea hat sich bereit erklärt, alle verkehrlichen Änderungen zu bezahlen, die sich durch seine Pläne im städtischen Verkehrsraum ergeben.

(RP)