IGR Remscheid gewinnt knapp bei Rekordmeister Walsum

Rollhockey : IGR Remscheid gewinnt knapp bei Rekordmeister Walsum

Durchatmen war am späten Samstagnachmittag in Duisburg angesagt. Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid behielt in einer spannenden Schlussphase die Oberhand.

"Hat jemand ein Sauerstoffzelt für mich?", fragte IGR-Betreuer Carl-Heinz Federowsky Sekunden nach dem Abpfiff der dramatischen Schlussphase in die Runde. Und auch Trainer Marcell Wienberg standen die Schweißperlen nach dem am Ende glücklichen 4:3 (1:0)-Sieg der IGR Remscheid in der Rollhockey-Bundesliga bei der RESG Walsum auf der Stirn. "Wir haben uns das Leben selbst schwergemacht, weil wir mal wieder unsere Chancen nicht genutzt haben."

Aber so wurde den Fans bis in die allerletzte Sekunde Hochspannung geboten. Und erst als der letzte Angriff der Gastgeber verpuffte, konnten die Remscheider einen glücklichen Auswärtssieg feiern. "Ich bin richtig stolz auf das Team", meinte Kapitän Yannick Peinke, der sich zudem einen Seitenhieb auf die mit ausländischen Spielern gespickten Duisburger nicht verkneifen konnte: "Bei uns spielen fast nur Remscheider."

Dass die Partie in einer solch dramatischen Schlussphase münden würde, konnte beim Anpfiff keiner ahnen. Beide Teams tasteten sich fast eine Viertelstunde ab. Die IGR stand in der Deckung sicher, Torhüter Jonas Langenohl vereitelte einige Chancen. Doch dann nutzte Peinke einen Konter zur Führung (17.). In der Folge boten sich den Gästen weitere Möglichkeiten, die sie allesamt vergaben. Die größte Chance hatte Daniel Strieder, der aber einen Penalty an den Innenpfosten setzte (21.). Besser machte es nach der Pause Fabian Selbach, der nach 29 Minuten einen Abpraller zum 2:0 einschob. Wer allerdings glaubte, diese Führung würde für die nötige Sicherheit sorgen, war auf dem Holzweg. Die Remscheider ließen sich die Partie aus der Hand nehmen, Walsum wurde durch einen Doppelschlag von Felipe Sturla (35./39.) mit dem 2:2 belohnt.

Die IGR zeigte aber Moral, und der schönste Spielzug des Nachmittags führte zur erneuten Führung, die Daniel Strieder nach einem gekonnten Zuspiel von Peinke erzielte (45.). Alexander Ober erhöhte per Penalty danach auf 4:2 (46.), doch Walsum gab nicht auf. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzte Christopher Nusch auf 3:4, und das große Bangen bei den Remscheidern begann.

Spannung ist auch in der ersten Runde des DRIV-Pokals angesagt. Die Auslosung am Samstag ergab, dass die IGR am 24. Februar zum Deutschen Meister ERG Iserlohn muss.

(pk/red)