IGR Remscheid: Gastspiel bei den Unberechenbaren

Rollhockey : Gastspiel bei den Unberechenbaren

In der Rollhockey-Bundesliga muss die IGR Remscheid am heutigen Samstag beim RSC Darmstadt ran. Die Hessen sind zwar nur Tabellenachter, verfügen aber über einen starken Kader.

Der Trainer kennt seine Schützlinge in- und auswendig. Aus diesem Grund ist die Hauptaufgabe von Marcell Wienberg, der Trainer des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid, in dieser Woche, seinem Team einzuimpfen, den anstehenden Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen. Zwar rangiert der RSC Darmstadt, bei dem die Remscheider heute (18 Uhr) gastieren, zwar nur auf dem achten Tabellenplatz, hat sich aber immer wieder als unangenehmer Kontrahent entpuppt. In Cronenberg und Iserlohn feierten die Hessen bereits Auswärtssiege nach Verlängerung. Und beim gerade erst durch die IGR von der Tabellenspitze gestoßenen TuS Düsseldorf-Nord gab es nur eine hauchdünne 4:5-Niederlage.

"Darmstadt ist so etwas wie ein Überraschungs-Ei. Da muss man immer auf der Hut sein", erklärt Wienberg. Zudem haben die Hessen mit Nationaltorhüter Philip Leyer sowie Max Hack und Alexandre Andrade starke Feldspieler in ihren Reihen. Was fehlt, ist allerdings ein entsprechender Coach an der Bande. Deshalb läuft es beim RSC in dieser Spielzeit alles andere als rund.

Und das soll nach den Wünschen der Remscheider auch am Wochenende so bleiben. Denn natürlich schielt die IGR auch auf die Tabelle. Da haben sich die ersten Vier, zu denen auch die Bergischen gehören, bereits deutlich vom Rest der Liga abgesetzt. Dieses Quartett dürfte unter sich ausmachen, wer mit der vermeintlich besten Ausgangslage Ende April in die Play-offs geht. Mit einem Sieg in Darmstadt und den sich in den nächsten Wochen anschließenden gleich vier Heimspielen für die IGR könnte es am Ende eben für eine Top-Platzierung reichen.

Dazu müssen die Remscheider aber mit der entsprechenden Einstellung in die Aufgabe in Hessen gehen. Dafür steht bis auf Yannic Lukassen (privat verhindert), der komplette Kader zur Verfügung. Ein kleines Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Joshua Dutt. Der wurde im Training unglücklich von der Kugel im Gesicht getroffen, was ihm einen unplanmäßigen Zahnarztbesuch bescherte. Und auch um Max Richter (hat sich bei der Arbeit verhoben) wird im Remscheider Lager noch etwas gebangt.

Bleibt noch die Frage, wer zwischen den Pfosten hockt — denn hier haben die Remscheider ein Luxusproblem. Auch nach der prima Vorstellung von Jonas Langenohl beim Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter TuS Düsseldorf-Nord, will sich Wienberg nicht auf eine dauerhafte Nummer eins festlegen. "Unser großer Vorteil ist, dass wir zwei starke Keeper haben", sagt der Trainer. Aus diesem Grund tendiert der Coach aktuell dazu, Joey van den Dungen in Darmstadt einzusetzen. Und auch vom Plan, sich vor den Play-offs auf einen Stammtorhüter festzulegen, wird Wienberg wohl abweichen: "Wahrscheinlich werde ich auch da von Spiel zu Spiel entscheiden."

(RP)
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