IGR Remscheid: Ein rundum gelungener Tag

Rollhockey: Ein rundum gelungener Tag

Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid baut durch den Sieg gegen die RESG Walsum die Tabellenführung aus.

Sie herzten sich nicht lange, dafür sehr intensiv. Unmittelbar nach dem 3:2 (1:1)-Sieg des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid gegen die RESG Walsum und dem damit verbundenen Ausbau der Tabellenführung nahmen sie sich kurz in die Arme. Trainer Marcell Wienberg und Carl-Heinz Federowsky, die gute Seele am Bandenrand, drückten sich von Herzen. Sie fühlten sich bestätigt in ihrer Arbeit, die sie in der vorangegangenen Woche geleistet hatten.

Es war nicht einfach gewesen, die Mannschaft nach dem kuriosen Pokal-Aus in Iserlohn wieder aufzubauen. Sie haben es innerhalb nur weniger Tage geschafft. Hatten Gespräche geführt, hatten die angeknackste Psyche bei den zum Teil noch blutjungen Spielern stabilisiert. Aber hatten auch sehr konkret auf die Versäumnisse der Vorwoche hingewiesen. Abzulesen war das an einem Sieg des Willens gegen den spielstarken Verfolger, der den Bergischen alles abverlangte. Um es vorwegzunehmen: Es war kein schönes Spiel. Doch es war eins, welches von seiner Art und Weise her für die Remscheider noch enorme Wichtigkeit haben könnte.

Schon nach drei Minuten gingen sie durch Alexander Ober, der in wenigen Tagen 18 Jahre alt wird, in Führung. Sebastian Haas gelang für die Gäste nach 19 Minuten der verdiente Ausgleich. Als Walsum nach dem Seitenwechsel durch Nuno Rilhas sogar auf 2:1 vorlegte (33.) und weitere Möglichkeiten auf dem Schläger hatte, musste man ernsthaft besorgt sein. Sollte es die zweite Niederlage im zweiten Topspiel innerhalb von einer Woche geben?

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Nein. Die IGR bekrabbelte sich, glaubte an sich und belohnte sich. Daniel Strieder glich just in dem Moment aus, als eine Strafzeit der Gäste abgelaufen war (2:2, 40.). Und Kapitän Yannick Peinke war es vorbehalten, eine Minute vor dem Ende für die Entscheidung zu sorgen (49.).

"Ich habe den Jungs gesagt, dass man sich nie aufgeben darf. Auch nicht, wenn man in Rückstand geraten ist." Marcell Wienberg durfte sich in seinen Worten bestätigt fühlen. Der Wille kann Berge versetzen. Und die Walsumer waren nicht nur ein kleiner Hügel.

So war es schließlich ein rundum gelungener Tag. Unter anderem auch für Yannik Lukassen, der sich über den Sieg gegen seinen Ex-Club freute ("Die blaue Karte gegen mich musste man aber nicht geben"). Und für Co-Trainer Lukas Kuhn, der seinen 34. Geburtstag feierte. Wie schließlich auch für Vereins-Doc Dr. Volker Peinke, der gerade von seinem Trip nach Uganda zurückgekehrt ist, wo er Kinder medizinisch betreut hat. Zusammengefasst: Iserlohn ist abgehakt.

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