IGR Remscheid: Die Wochen der Wahrheit beginnen

Rollhockey : Die Wochen der Wahrheit beginnen

Spitzenspiel in der Rollhockey-Bundesliga: Die IGR Remscheid empfängt heute Germania Herringen.

Es wird ernst. Nach zwei Heimaufgaben, die allenfalls zum Einspielen dienten, beginnen für die IGR Remscheid nun die Wochen der Wahrheit. Herringen, Iserlohn, Walsum lauten die nächsten Gegner. Nach diesen Spielen werden die Remscheider wissen, wohin die Reise in dieser Saison geht. "Wir sind uns bewusst, was jetzt ansteht", sagt IGR-Coach Marcell Wienberg in seiner gewohnt ruhigen Art.

Doch wer ihn kennt, weiß, dass es auch in ihm anfängt zu brodeln. Los geht es heute (16 Uhr) mit dem Spitzenspiel gegen Germania Herringen. Eine Woche später am 24. Februar reist die IGR im Achtelfinale des DRIV-Pokals zum Meister nach Iserlohn, und am 3. März empfängt die IGR die RESG Walsum.

Zunächst wollen die Remscheider sich heute gegen Herringen für die 2:6-Niederlage im Hinspiel revanchieren. "Die ist damals um ein paar Tore zu hoch ausgefallen. Es war zu einem frühen Zeitpunkt der Saison, und wir hatten zudem personelle Probleme", betont Wienberg, der sich aktuell mit den Herringern auf Augenhöhe sieht.

Zumal die Gastgeber derzeit weiter überhaupt keine personellen Probleme haben. Alles ist an Bord, und alle Akteure haben auch die Karnevalstage sehr gut verkraftet. Entschieden ist auch in dieser Woche bereits frühzeitig, wer das Tor hütet. "Heute ist Jonas Langenohl wieder dran", sagt der IGR-Coach.

Die Herringer bilden auch in diesem Jahr weiter eine sehr erfahrene Mannschaft um die Karschau-Brüder, Stefan Gürtler und Nationalspieler Liam Hages. Allerdings brummt Kevin Karschau nach einem Vorfall mit einem Schiedsrichter derzeit eine Sperre von vier Spielen ab. "Das haben wir zur Kenntnis genommen. Es sollte aber bloß keiner auf die Idee kommen, dass die Herringer dadurch entscheidend geschwächt wären", meint der IGR-Coach mit einem mahnenden Zeigefinger.

Von der taktischen Ausrichtung her dürfen sich die Fans auf ein Offensivspektakel freuen. "Im Angriff liegt die Stärke bei beiden Teams. Wichtig ist aber, dass wir die Defensive nicht vernachlässigen. Das Spiel wird in der Abwehr gewonnen", betont Wienberg.

In Erfahrung haben die Remscheider mittlerweile auch gebracht, warum es derzeit zwei unterschiedliche Tabellen gibt. Bei der einen steht die IGR an der Spitze. Bei der anderen führt Düsseldorf. Gemäß der Statuten wird der direkte Vergleich bei Punktgleichheit herangezogen. Bei der einen Tabelle kommt dies allerdings erst am Ende der Saison zum Tragen. Bei der anderen bereits aktuell. "Das ist mir egal. Es ist es nur eine Momentaufnahme", erklärt Wienberg, der auch das gelassen hinnimmt.

(pk)
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