IGR Remscheid: Der Sohn gewinnt das Familienduell

Rollhockey: Der Sohn gewinnt das Familienduell

IGR Remscheid feiert in der Bundesliga einen klaren 10:2-Sieg beim SC Bison Calenberg. Starke Leistung von Joey van den Dungen gegen Bruder Rico und Bison-Trainer Tonny van den Dungen. Yannick Peinke erzielt sieben Treffer.

Auf seinen Instinkt ist Verlass. Obwohl Marcell Wienberg nach der Partie zugab, sich mit einem komischen Gefühl in der Magengegend auf den Weg ins niedersächsische Eldagsen gemacht zu haben, war eine Entscheidung goldrichtig: In der Partie beim SC Bison Calenberg bot der Coach der IGR Remscheid Joey van den Dungen zwischen den Pfosten auf. Und der junge Niederländer hatte großen Anteil daran, dass die IGR mit einem bemerkenswerten 10:2 (3:0)-Sieg ins Jahr 2018 gestartet ist und ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt hat.

"Joey war unglaublich motiviert und hat das richtig klasse gemacht", betonte Wienberg. Damit ging das Familienduell - sein Bruder Rico stand für Calenberg auf der Platte, und Vater Tonny coachte an der Bande - klar an den Remscheider.

Ein großes Lob gab es auch für Yannick Peinke, der aus einer insgesamt starken Mannschaft noch hervorstach. Und das nicht nur, weil der IGR-Kapitän gleich sieben Treffer erzielte. Wienberg: "Er hat das Spiel super organisiert und will es in diesem Jahr noch einmal richtig wissen."

  • Rollhockey : Peinke sorgt für einen Schreckmoment

Nachdem man den Remscheidern zu Beginn der Partie anmerkte, dass sie mehr als zwei Wochen nicht im Training waren, lief es spätestens nach dem Doppelpack von Peinke (8.; 11.) rund. Daniel Strieder, der Calenbergs Goalgetter Milan Brandt weitestgehend kaltstellte, erhöhte vor der Pause auf 3:0 (23.). Einziger Schwachpunkt der IGR war, dass sie in der ersten Hälfte mal wieder die Direkten nicht nutzte. "Sonst wäre da schon alles klar gewesen", meinte der Coach.

Aber nachdem Fabian Selbach (27.), Peinke (37.; 42.) und Strieder (38.) auf 7:0 erhöhten, war die Messe gelesen. Die Gäste wechselten durch, Calenberg gelangen die Ehrentreffer (42.; 43.), bevor Peinke mit einem Dreierpack den Schlusspunkt setzte (46.; 48.; 50.).

Eine Hängepartie gibt es übrigens weiter bezüglich der 10:0-Wertung für die IGR nach der im Dezember in Iserlohn ausgefallenen Begegnung. Die Wertung am Grünen Tisch erfolgte, weil die Sauerländer damals keinen Torhüter stellen konnten. Die Bundesligakommission hat den Protest des Deutschen Meisters abgeschmettert. Der will nun aber in die nächste Runde gehen.

(RP)