Ideeller Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen bleibt Publikumsmagnet

Ideeller Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen : Knusperhäuschen als Publikumsmagnet

Der 43. ideelle Weihnachtsmarkt lockte Hunderte Besucher in den Ortskern – obwohl die Zahl der Buden und Stände abgenommen hat.

Gemütlich ging es am Sonntag im Dorf zu: Familien mit Kinderwagen und kleinen Kindern, junge und ältere Paare oder ganze Freundeskreise liefen die Gertenbachstraße hinunter, die sich an diesem Tag zur Pulsschlagader Lüttringhausens verwandelte.

Immer wieder kam es im Streckenverlauf zu Stau, weil sich alte Bekannte unter den zahlreichen Passanten entdeckten und für eine kurze Begrüßung stehen blieben. Geduld war gefragt. Auch beim Erwerb heißer Getränke und vor allem am Crêpes-Stand bildeten sich lange Schlangen, durch die sich die übrigen Passanten wiederum durchschlängeln mussten.

„Es ist schön, die Gertenbachstraße so belebt zu sehen“, sagte Besucherin Mareike Tillmanns. Die Ronsdorferin ist dem Remscheider Stadtteil sehr verbunden und kommt gerne zu diversen Aktionen und Festen. „Übers Jahr ist hier eigentlich nicht so viel los, aber spätestens zum Herbst- und Bauernmarkt und natürlich zum Weihnachtsmarkt komme ich gerne.“ Der 46-Jährigen gefalle die nette Atmosphäre. „Und das es für eine gute Sache ist.“

Traditionell stellen sich Kitas, Schulen und Vereine mit einem Stand auf den Weihnachtsmarkt und verkaufen neben Essen und Getränken häufig auch selbst gebastelte Sachen, um ihre Kassen aufzubessern. So auch die Handball-Damenmannschaft der Lüttringhauser Turnvereins, der im Übrigen mit mehreren Abteilungen und Ständen vertreten war. Die Handballerinnen verkauften eifrig Getränke an die durstige Kundschaft.

Franzi, Alina, Vero, Melissa und Franzi (v.l.) vom Lüttringhauser TV sind schon seit vielen Jahren mit einem Stand dabei. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

„Gefragt ist vor allem unser warmer Apfelsaft mit Amaretto und natürlich Bier“, berichtete Vero Wappler. Die 26-Jährige, die seit 23 Jahren Handball spielt, war in den vergangenen 15 Jahren immer mit ihrem Team auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. „Dieses Jahr ist es besonders schön, weil das Wetter mitspielt“, erzählte sie. Kalt sei es, aber trocken. Sie schätze vor allem, den Kontakt zu alten Bekannten. „Man kennt sich halt im Dorf.“ Mit dem Erlös ihres Verkaufs wollen die LTV-Damen neue Trikots finanzieren.

Entlang der Gertenbachstraße stiegen nicht nur diverse Gerüche in die Nase von süßen und herzhaften Speisen. Auch funkelnde Gegenstände wie hübscher Schmuck stachen ins Auge. Weihnachtsmelodien erklangen über die Lautsprecher. Auf dem Ludwig-Steil-Platz, wo am Abend zuvor zum dritten Mal die Xmas-Party des Heimatbundes gefeiert wurde, standen sich die Besucher praktisch auf den Füßen. Zwischen Getränkebude und Grillstation war kaum ein Durchkommen bis zum Gemeindehaus, das sich in diesem Jahr erstmals in ein bezauberndes Knusperhäuschen verwandelte.

Antje Kammin und Andrea Behnecke hatten die Idee, die Räume des Gemeindesaals in kleine Fantasieorte für Kinder zu verwandeln, wo die jungen Besucher – abseits des überfüllten Marktes – in Ruhe basteln und Geschichten lauschen konnten. „Das ist wirklich toll für die Kinder“, schwärmte Mutter Barbara Antunovic. Mit Tochter Isabella (5) und Sohn Adrian (8) genoss sie die kleine Auszeit im gemütlichen und vor allem warmen Knusperhäuschen.

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