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Remscheid: Idee für neues Röntgen-Stadion

Remscheid : Idee für neues Röntgen-Stadion

Der Remscheider Unternehmer Peter Völkel hat Konzepte entwickelt, wie man das Stadion modernisieren kann. Auch eine Multifunktionshalle könnte auf dem Gelände entstehen. Demnächst stehen Gespräche mit der Stadt an.

Im Sommer 2011 scheiterte der von der Stadt geplante Verkauf an die Baumarktkette Obi an fehlenden Alternativangeboten für die heimischen Sportvereine. Nun gibt es Ideen, das Lenneper Röntgen-Stadion zu einer modernen Sportarena umzubauen. Entwickelt hat das Konzept der Remscheider Unternehmer Peter Völkel. In ersten vertraulichen Gesprächen wurden die Pläne einigen Vereinen vorgestellt. Die Völkel GmbH mit Sitz im Morsbachtal stellt Gewinde-Werkzeuge her, die in alle Welt verkauft werden.

Stadion plus Halle

Wer könnte der Investor sein? Wie sehen die Umbaupläne aus? Ins Detail gehen wollte Völkel im Gespräch mit der Bergischen Morgenpost nicht. Zu viele Dinge müssten im Vorfeld noch geklärt werden. Nach BM-Informationen soll die gesamte Fläche (Rasen- und Ascheplatz) umgebaut werden. Auf der einen Seite könnte ein verkleinertes Stadion für dann noch zwischen 3000 und 5000 Zuschauer entstehen, auf der anderen Seite ein Multifunktionshalle mit bis zu 2000 Plätzen für den Sport, aber auch für gesellschaftliche Ereignisse (Oktoberfest, Musik, Kabarett, etc.). Zu dem Objekt soll auch Gewerbe gehören.

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"Ich bin viel in Deutschland unterwegs und kenne den Zustand der Sportstätten", sagt Völkel. Viele Stadien seien marode. Daher habe er eine Idee entwickelt, die auch auf andere Städte übertragbar sei. Als die Diskussion ums Röntgenstadion entbrannte, suchte er Kontakt mit den Vereinen.

Auch der für den Sport zuständigen Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz ist über die Idee grob informiert. Ein Treffen mit Völkel ist anberaumt. "Wenn jemand viel Geld in die Hand nehmen will, um das Stadion zu modernisieren, ist das grundsätzlich erst mal positiv", sagte Mast-Weisz gestern auf BM-Nachfrage. Wichtig sei, dass der Standort in Lennep weiter als Sportstätte erhalten bleibe. Genauer bewerten will Mast-Weisz die Pläne aber erst nach dem Treffen.

Dass im Stadion Investitionsbedarf besteht, leugnen auch die vehementesten Gegner des Verkaufs nicht. Jüngstes Beispiel sind die bislang erfolglosen Versuche, die Spielstätte, die über keine Flutlichtanlage verfügt, für das anstehende Niederrhein-Pokalspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen abends regelkonform auszuleuchten. Die baufällige Südkurve ist ebenfalls ein Problem und wurde bislang nur notdürftig repariert. Der Bedarf für eine weitere Sporthalle in Lennep ist unumstritten.

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(RP/rl)