Hundeschwimmen: Wildes Gewusel im Eschbachtal

Freibad : Wildes Gewusel im Eschbachtal

Im Eschbachtal waren am Samstag die Hunde los: Zum Abschluss der Freibadsaison durften am Wochenende bei schönstem Herbstwetter die Vierbeiner ins Wasser.

Wildes Gewusel und freudiges Gebell machten aus Deutschlands ältestem Binnenfreibad ein wahres Hundeparadies für Tier und Halter.

Einige Vierbeiner konnten es beinahe nicht mehr aushalten: Kaum hatten sie das Freibad erblickt, ging das freudige Schwanzwedeln los. Herrchen und Frauchen hatten fast schon Schwierigkeiten, so viel überschwängliche Freude in den Griff zu bekommen – bis sie die Leinen lösten. Mit einem kurzen Blick gen Herrchen versicherte sich der ein oder andere noch, ob es jetzt in Ordnung sei, ins kühle Nass zu springen. Ein kurzes Nicken seines Besitzers, begleitet von der Aufforderung „Na, los“ reichten aus, dann ging es schon mit vollem Anlauf ins Becken. Das platschende Wasser und ein glücklich im Becken schwimmender Vierbeiner ließen so manchen Hundebesitzer aus vollem Herzen lachen.

Einige Wiederkehrer hatten sich vorsorglich mit wasserfester Kleidung ausgestattet. Sie wussten offenbar, was passiert, wenn hunderte Hunde freudig aufgeregt im Freibad herumtollen: Kaum waren die einen voller Eifer ins Wasser gesprungen, schwammen sie wieder zurück, stiegen aus dem Becken, liefen einige Schritte um sich dann, inmitten der herumstehenden Menschen, ordentlich zu schütteln. Wassertropfen flogen wild durch die Luft. Bei jenen, die sich modisch darauf vorbereitet hatten, perlte das Wasser ab, andere sahen nach einer Weile so aus, als wären sie selbst ins Wasser gesprungen. Doch die Freude über den Anblick eines freudig aufgeregten Vierbeiners, der die Freiheit im Wasser mit anschließendem Sprint über die Wiese in vollen Zügen genoss, überstrahlte alles andere.

Labrador, Dalmatiner, Boxer, Dackel, Berner Sennenhund, Mops und Co. ließen es sich gut gehen. Die 22-jährige Mara aus Wermelskirchen war mit ihrem einjährigen Labradorrüden Buddy zum ersten Mal im Freibad. Probleme oder Ängste gab es keine. „Der hat nicht lange gezögert und ist gleich mit Anlauf ins Wasser gesprungen“, erzählte Mara amüsiert. Als sie ihren treuen Gefährten aus dem Wasser rufen wollte, dieser aber nicht mal ansatzweise auf sie reagierte, wurde sie stutzig und bemerkte lachend: „Oh, das ist ja gar nicht meiner.“

Bei dem ebenfalls hellen Labrador handelte es sich nicht um Buddy, sondern um Phex. Der fünfjährige Rüde gehört zu Monika Pier aus Hückeswagen, die jedes Jahr mit ihrem Vierbeiner ins Freibad fährt. In Dauerschleife kam Phex aus dem Wasser, legte sein Spielzeug ab und wartete darauf, dass es wieder geworfen wurde. „Wenn wir nach Hause kommen, ist der platt“, bemerkte Pier lächelnd: „Der wird heute sehr gut schlafen.“

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