HSG Bergische Panther und HG Remscheid starten durch

Handball: Panther und HGR starten durch

Handball-Drittligist Bergische Panther liegt gut im Rennen. Die Weichen sind auf Klassenerhalt gestellt. Oberligist HG Remscheid richtet den Blick derweil nach ganz oben. Der TuS Wermelskirchen stagniert dagegen.

HSG Bergische Panther Der Aufsteiger konnte die Weihnachtstage ganz entspannt verbringen. 18:12-Punkte zum nahenden Jahreswechsel - damit haben selbst Experten nicht gerechnet. Um auf der sicheren Seite zu sein, brauchen die Bergischgen Panther 22 oder 24 Zähler für den Klassenerhalt. Das sollte machbar sein, obwohl es der Auftakt im neuen Jahr in sich hat. Gummersbach II (mit Verstärkung von oben?), Krefeld und Dormagen heißen sie Gegner. Da kann man auch schnell mal alle drei Partien verlieren, muss man aber nicht. Sicher ist: Niemand wird die Panther im weiteren Verlauf der Spielzeit mehr unterschätzen.

Traumhaft wäre es, die Saison Anfang Mai mit insgesamt 30 Punkten zu beenden. Das wäre ein überragender Wert. Wie auch immer - niemand will und wird sich auf den Lorbeeren ausruhen. Auch nicht die Vereinsführung, die längst die Planung für die neue Saison (in der 3\. Liga) vorantreibt. Zwei Verstärkungen dürfte man zumindest an Land ziehen wollen, dazu den Kader weitgehend zusammenhalten. Gespannt darf man auf die künftige Zusammenarbeit mit dem TuS Wermelskirchen sein, der neuer Trägerverein bei den Bergischen Panthern wird. Damit soll der Unterbau weiter gestärkt werden. Das ist unerlässlich, um dauerhaft eine gute Rolle in der dritthöchsten deutschen Liga zu spielen.

Prognose: Die Panther stellen frühzeitig die Weichen auf Klassenerhalt.

HG Remscheid Der Anfang gestaltete sich beim Oberligisten ziemlich zäh. Die HGR ließ gegen schwächer eingeschätzte Teams wie Überruhr und Lintorf überraschend Punkte. Da musste man schon sehr früh in der Spielzeit befürchten, dauerhaft der Musik in der Liga hinterherzulaufen. Inzwischen haben sich die Mienen bei den Remscheidern extrem aufgehellt. Zwar wurde das Spiel gegen Tabellenführer Dinslaken in eigener Halle noch verdient verloren, danach legten die Bergischen allerdings einen beeindruckenden Zwischenspurt hin. Vier Siege in Folge, zum Teil begeisternd herausgespielt, haben das Punktekonto anwachsen lassen.

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Mit nur drei Zählern Rückstand auf den offensichtlich in den Tagen vor Weihnachten ein wenig schwächelnden Spitzenreiter hat man alle Optionen, 2018 sogar noch ganz vorne anzugreifen. Genau das ist das Ziel der HG Remscheid, auch wenn es niemand so offensiv formuliert. Faustpfand könnte die zuletzt bärenstarke Abwehr sein. Und wenn dann der genesene Joscha Saalmann noch zu einer zusätzlichen Option im Angriff wird ...

Prognose: Wenn sich niemand verletzt, macht die die HGR Jagd auf den Titel.

TuS Wermelskirchen Der TuS stagniert. Und stagniert. Und stagniert. Was immer der Verbandsligist auch anstellt - es geht einfach nicht weiter rauf. Vorausgesetzt, er würde das Nachholspiel gegen den LTV Wuppertal II am 16\. Januar für sich entscheiden, wäre die Punktausbeute fast wieder identisch mit der der vergangenen beiden Jahre zu diesem Zeitpunkt. Bedeutet: Die Wermelskirchener gehören dem oberen Drittel der Tabelle an, nur für den ganz großen Wurf reicht es eben nicht. Das soll sich nach dem Zusammenschluss mit den Panthern ab dem Sommer 2018 ändern. Dann heißt das erklärte Ziel: Aufstieg.

Prognose: Wieder ist der Zug gen Oberliga vorzeitig ohne den TuS abgefahren, der zu wenig konstant spielt. Es werden Spiele verloren, die man nicht verlieren darf.

(RP)
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