Honsberg: Professor stellt Studiengänge vor

Fachhochschule in Remscheid : Honsberg: Professor stellt Studiengänge vor

Professor Dr. Alexander Pollack hat über die Bachelor-Studiengänge an der RFH in Honsberg gesprochen.

Im vorigen Monat hat die Rheinische Fachhochschule (RFH) Köln in Kooperation mit der Stadt Remscheid ihren neuen Studienort in der ehemaligen Grundschule Honsberg bezogen. Nun stellte Professor Dr. Alexander Pollack dort allen Interessierten die RFH und die Bachelor-Studiengänge vor. Wir fassen die Aussagen zusammen.

Ist man mit den Räumlichkeiten zufrieden? „Hier riecht noch alles neu, die Räume sind für uns von der Stadt, die ja noch Eigentümer ist, gut hergerichtet worden. Zurzeit benutzen wir das Erdgeschoss, wollen aber sukzessive weiterwachsen.“

Wie war die Resonanz der Unternehmer auf das Studienangebot? „Die war gut, denn wir arbeiten ja eng mit ihnen zusammen. So etwas gab es bisher nicht in der Umgebung. Zahlreiche bergische Unternehmen unterstützen das Angebot durch die Möglichkeit einer studentischen Mitarbeit. Sie nutzen das Potenzial, daraus Nachwuchs zu rekrutieren.“

Was ist das Besondere daran, in Remscheid studieren zu können? „Es ist eine exzellente akademische Ausbildung im familiären Umfeld. Die Studierenden profitieren vom direkten persönlichen Austausch mit den Dozenten und Kommilitonen. Und während etwa in Köln schon ein WG-Zimmer rund 400 Euro kostet, ist das Wohnen in Remscheid noch bezahlbar. Außerdem hat das heimatnahe Studium den Vorteil, dass man sich nicht durch den Verkehr quälen muss. Mit dem Angebot unserer Fachhochschule gibt es hier jetzt eine attraktive Möglichkeit, Beruf und Weiterbildung zu verbinden. In einer familiären Atmosphäre, mit einem engen Bezug zu den Unternehmen.“

Wie wird unterrichtet? „Bei uns gibt es keine überfüllten Hörsäle, stattdessen wird in kleinen Semestergruppen unterrichtet. Der Dialog steht hier im Vordergrund, nicht die Frontalbeschallung. Auch sind die Studiengänge kurz, weil wir keine Bummelstudenten haben. Zwei Drittel kommen mit der Regelstudienzeit zurecht. Wir haben einen hohen Praxisbezug, orientieren uns am Bedarf der Industrie. Viele unserer Dozenten kommen aus der Praxis. Die Studierenden haben zum Beispiel einen Ergometer so umgebaut, dass man mit der Energie ein Handy aufladen kann. Das Gelernte wird also gleich in die Praxis umgesetzt.“

Worauf bereitet der Studiengang Betriebswirtschaftslehre vor? „Auf verschiedene betriebswirtschaftliche Tätigkeiten in einem Unternehmen. Nach dem vierten oder fünften Semester wird eine Spezialisierung gewählt, in der zum Beispiel die Aufgaben des Marketings, des Managements, der Personalführung, des Controllings oder der Unternehmensführung vertiefend behandelt werden. In Vollzeit (tagsüber von montags bis freitags) dauert das Studium sechs Semester, berufsbegleitend (an ein bis zwei Abenden in der Woche und samstags) sieben. Es endet mit dem Bachelor of Arts, staatlich anerkannt.“

Was bietet der Studiengang Produktionstechnik? „Gestandenen Praktikern oder Auszubildenden mit technischem Schwerpunkt bietet er die Möglichkeit einer fachlichen Weiterentwicklung zum Ingenieur. Damit wird dem wachsenden Bedarf der Industrie nach produktionstechnisch hochqualifizierten Mitarbeitern Rechnung getragen. Die intelligente Fabrik baut sich ja nicht von selbst auf, da ist Ingenieurkompetenz gefragt. Und die ist auf Jahre hinaus noch Mangelware in den Betrieben. Dieser Studiengang schließt mit dem Bachelor of Engineering ab. Als Vollzeitstudium nach sechs, dual, berufs- und ausbildungsintegrierend nach acht Semestern.

Was vermittelt der Studiengang Wirtschaftsinformatik? „Er bereitet darauf vor, die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft kreativ, innovativ und verantwortlich mitgestalten zu können. Es gilt, in Unternehmen aller Branchen Problemstellungen zu erkennen, zu strukturieren und IT-Lösungen dafür zu entwerfen. Nach sechs bzw. sieben Semestern endet das Studium mit dem Bachelor of Science.

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