Remscheid: Hoffnung auf Belebung am Bahnhof

Remscheid : Hoffnung auf Belebung am Bahnhof

Neuer Anlauf für Verkauf des Möbelhaus Giminski. Bebauungsplan eröffnet Perspektiven. Stadt hofft auf Sogwirkung.

Keine Frage, am Bahnhof Lennep tut sich etwas. Das Gewerbegebiet gleich an den Gleisen war in Rekordzeit fast ausverkauft, in das viele Jahre leer stehende Bahnhofsgebäude zieht bald das neue Physotherapie-Zentrum des Lenneper Ehepaars Brögelmann. Die Abrissarbeiten innen laufen schon.

Im Sog dieser postitiven Entwicklungen macht die Bahnentwicklungs-Gesellschaft (BEG) einen neuen Anlauf, um das von vielen Lenenpern als Schandfleck empfundene Gebäude gleich nebenan zu vermarkten. 2230 Quadratmeter Fläche warten im ehemaligen Möbelhaus Giminski und den dahinter liegenden alten Bahn-Gebäuden auf einen neuen Besitzer. Auch ein alter Bunker gehört dazu, der als Fundament überbaut werden kann.

Carsten Kirchhoff von der BEG ist optimistisch, einen Interessenten für das Objekt begeistern zu können. Denn neben der Sogwirkung der regen Bauaktivität in der unmittelbaren Nachbarschaft kann er auch mit deutlich breiteren Nutzungspalette werben. Ein neuer Bebauungsplan der Stadt macht es möglich.

Wie Stadtplanerin Sigrid Burkhart gestern vor der Presse erklärte, ist an dieser Stelle nun neben gewerblichen Nutzungen wie einem Ärztehaus auch der Bau von Wohnungen möglich. "Oder eine Anlage für betreutes Wohnen", ergänzt Kirchhoff. Auch dies sei an diesem Standort kein Problem. An anderen Bahnhöfen hat Kirchhoff so etwa schon realisiert. Sigrid Burkhart hofft, dass der "Leuchtturm" des neu genutzten Bahnhofgebäudes nun weitere Nutzer animiert, um nach und nach ein ansehnliches Entree für Lennep zu gestalten. Eine Hoffnung dabei: Wenn die ersten DOC-Besucher 2017 mit der Bahn nach Lennep kommen, finden sie ein neu geordnetes Eingangstor zur Stadt vor. Wer das Möbelhaus-Gelände bebauen will, kommt an der Abrissbirne nicht vorbei. Die Bausubstanz der Räumlichkeiten, die vor vielen Jahren zum Teil als Sozialräume für Eisenbahnpersonal in "einfachster Bauweise" errichtet wurden, seien nicht renovierbar, sagt Kirchhoff.

Auch für Firmen hatte Kirchhoff gestern ein neues Angebot dabei. Hinter der Unterführung an der Schlachthofstraße, die gerade neu als Zufahrt zum Gewerbegebiet komplett umgestaltet wird, liegt eine 2400 Quadratmeter große Fläche, die alle jene Firmen interessieren könnte, die im Gewerbegebietnicht mehr zum Zuge gekommen sind.

(RP)