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Remscheid: Henkelmann wird Berater der Stadt

Remscheid : Henkelmann wird Berater der Stadt

Über hundert Gäste aus Politik, Kultur und Verwaltung kamen gestern Nachmittag zur Verabschiedung von Stadtdirektor und Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann ins obere Foyer des Teo Otto Theaters.

Zum 1. Februar übernimmt Dr. Christian Henkelmann eine neue Aufgabe für Remscheid. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ernannte ihn zum Berater der Stadt. Das Ehrenamt umfasst die Aufgabe, "die Verbindungen zwischen der Stadt Remscheid und den Entscheidungsträgern im Land Nordrhein-Westfalen, in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union zu vertiefen und zu entwickeln, um gemeinsam mit Rat und Verwaltung die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Remscheid nach außen zu vertreten", wie es in der Urkunde heißt.

Über hundert Gäste aus Politik, Kultur und Verwaltung kamen gestern Nachmittag zur Verabschiedung von Stadtdirektor und Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann ins obere Foyer des Teo Otto Theaters. Unter ihnen auch frühere Weggefährten wie Oberbürgermeisterin Beate Wilding (SPD) und Stadtdirektor Jürgen Müller (CDU). Das Bläserensemble der Bergischen Symphoniker und die Band "Jazz-Night" sorgten für die musikalische Unterhaltung.

OB Mast-Weisz dankte Henkelmann für seine Arbeit in den verschiedenen Positionen im Verwaltungsvorstand. Die 16 Jahre seien eine Zeit gewesen mit vielen Veränderungen. Insbesondere die Sparrunden rechnete er nicht zu den vergnügungssteuerpflichtigen Sitzungen. "Du hast dich in allen Diskussionen für die kommunalen und die freien Kultureinrichtungen eingesetzt. Ich weiß, dass Entscheidungen gefallen sind, die dir, die uns schwergefallen sind. Verantwortung für Fachbereiche und Schwerpunkte stand immer wieder im Gegensatz zur Verantwortung fürs Ganze. Und das Ganze ist unsere Stadt", sagte Mast-Weisz. CDU-Geschäftsführer Ansgar Lange, der in Vertretung des erkrankten Jens Nettekoven sprach, nannte Henkelmann einen europäischen Kulturbürger, der wie ein Löwe für die Kultur gekämpft habe.

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SPD-Fraktionsvorsitzender Sven Wolf schrieb dem scheidenden Stadtdirektor die Kernbegabung zu, die ein Politiker besitzen müsse: Urteilsvermögen und Intuition. Er könne auf seine Amtszeit mit Stolz zurückblicken. Trotz aller Sparrunden konnten die Museen, das Orchester und die Bildungseinrichtungen erhalten bleiben. Der frühere Direktor des Deutschen Werkzeugmuseums, Dr. Urs Diederichs, lobte Henkelmann, dass das Schlimmste verhindert worden sei. Aber die Museen seien schmaler besetzt als es für sie gut ist. Und er bedauerte, dass die Stadt nicht in der Lage sei, das Erbe von Teo Otto und Gerd Arntz angemessen zu würdigen. Klaus Ellenbeck, Vorsitzender des Personalrates, nannte Henkelmann einen Querdenker, der viel Qualität in die Verwaltung gebracht habe. Er habe aber auch eine "dunkle Seite" an ihm entdeckt. Die Leidenschaft für Freddy Quinn. Er überreichte ihm eine alte Freddy-Quinn-Platte. Die Arbeit, so Henkelmann, habe ihm viel Spaß gemacht, er habe von allen viel gelernt. Er wolle sich bemühen, weiter ansprechbar und präsent zu sein.

(RP)