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Remscheid: Grundschüler sicher unterwegs

Remscheid : Grundschüler sicher unterwegs

Mit neuen Fahrrädern und einem eigenen Übungsparcours können sich die Schüler der Katholischen Grundschule Am Stadion jetzt noch besser auf den Straßenverkehr vorbereiten. Der Schulverein macht's möglich.

lennep Unter solchen Bedingungen lernt sich Fahrradfahren – fast – von selbst. Gestern wurde der neue Fahrradparcours auf dem Schulhof der Katholischen Grundschule (KGS) Am Stadion offiziell eingeweiht. Zudem gab's vier nagelneue, schicke und vor allem verkehrstüchtige Fahrräder, für deren Anschaffung die Stadtsparkasse 500 Euro spendete. Dabei war der Anblick der blauen, schnittigen Stahlrösser offenbar so verlockend, dass sich Sparkassen-Marketingleiter Jörg Koch to Krax kurzerhand selbst auf den Sattel schwang, um ein paar Meter zurückzulegen.

Nicht jeder hat ein Rad

Doch vor allem unterstützt die Spende Schulleitung und Kollegium der Lenneper Grundschule. Denn das Fahrradtraining mit der anschließenden Fahrradprüfung durch die Polizei gehört seit vielen Jahren zum festen Bestandteil im Schulprogramm. Die meisten Kinder bringen dazu ihr eigenes Fahrrad mit, das zunächst durch die Verkehrserzieher der Polizei auf Verkehrstüchtigkeit geprüft wird. "Doch haben nicht alle Kinder ein eigenes Fahrrad. Und für die Familien, die weiter entfernt von der Schule wohnen, ist es manchmal mühevoll, das Fahrrad der Kinder frühmorgens hierher zu transportieren", erklärte Schulleiter Norbert Jendrewski. In solchen Fällen könne man nun auf den eigenen Bestand an Rädern zurückgreifen.

Der Schulverein sorgte für die Aufbringung der Markierung für den Rundkurs auf dem Schulhof. Eine Firma aus Niedersachsen, die sich auf derlei Schulhofgestaltung spezialisiert hat, bekam den Auftrag. Sie ließ Straßen, Kurven und eine Kreuzung entstehen, so dass die Lehrerinnen und Lehrer nun abseits vom Straßenverkehr mit den Mädchen und Jungen das Radfahren trainieren können.

"Schon mit den jüngsten Schülern kann man hier sehr schön Koordinationsübungen wie das Handzeichen geben oder das Umschauen über die Schulter üben", lobte Verkehrssicherheitsberater Michael Brandenstein. Auch für die Pausengestaltung bringt die Schulhofmarkierung Vorteile. Lassen sich doch die aufgemalten Strecken und Karrees bestens als Laufstrecke oder Völkerballfeld nutzen.

Für die Kinder der Klasse 3b wurde es gestern ernst. Mit fest auf den Köpfen sitzenden Schutzhelmen nahmen sie ihre Fahrradprüfung unter dem Blick des Polizisten in Angriff. Dazu ging es weg vom Übungsparcours auf die Mühlenstraße, wo zahlreiche Autos in beiden Fahrtrichtungen unterwegs sind. Eine Herausforderung für die Kinder, auf die sie gut vorbereitet schienen.

(RP)