Remscheid: Große Schnitzeljagd zum Stadtumbau

Remscheid: Große Schnitzeljagd zum Stadtumbau

Mit 20 Aktionen in der Innenstadt und im Bereich Honsberg / Stachelhausen wird am 5. Mai der Umbau der Stadtquartiere in den Blick genommen. Integriert ist das erste Straßenfest an der Alten Bismarckstraße.

Mit einem großen Aktionstag werden am ersten Samstag im Mai die bisherigen Erfolge und die künftigen Ziele der beiden großen Stadtumbauprojekte in Remscheid in den Blick genommen. Aufhänger ist der bundesweit am 5. Mai stattfindenden "Tag der Städtebauförderung". Los geht es um 10 Uhr am Honsberg, wo schon länger zu sehen ist, was mit den Geldern aus dem Bundesprogramm Stadtumbau West passiert ist, und wo aktuell durch das Künstlerprojekt im Bereich Halskestraße / Siemensstraße immer wieder neue Impulse ins Viertel kommen.

Mit einem Boule-Turnier, das Baudezernent Peter Heinze um 11 Uhr auf jener Anlage eröffnet, die auf dem Gelände des abgebrannten Möbelhauses vom Stein gebaut wurde, geht der Tag offiziell los. Danach hat der Besucher die Qual der Wahl. Im neuen Stadtteilpark an der Halskestraße wird eine lange Tafel aufgebaut, an der möglichst viele Anlieger Platz nehmen sollen. Bei der Aktion "Wundertüte" entstehen im Park aus Tetrapaks Geldbörsen. Die "Ins Blaue Art Gallery" öffnet ihre Türen ebenso wie das Jugendzentrum Kraftstation, wo es ein offenes Kletterangebot und Showskating gibt. Am Nachmittag lockt ab 15 Uhr eine Märchenerzählerin auf die Wiese im Park, in der Galerie "Ins Blaue" startet um 16 Uhr ein Poesiekonzert mit Cello-Suiten und "schönster Liebeslyrik".

Ab 14 Uhr klinkt sich die Innenstadt ins Programm ein. Im Büro des Stadtumbau-Managements Am Markt 13 möchte die Stadt und das Büro mit den Bürgern ins Gespräch kommen über die bald anstehende Aufwertung von fünf Seitenstraßen der Alleestraße, die im Rahmen des Förderprojekts "Revitalisierung der Innenstadt" umgebaut werden sollen. Die Stadt hat erste Ideen für die Alte Bismarckstraße, die Mandtstraße, die Scharffstraße, die Wiedenhofstraße und die Fastenrathstraße entwickelt, die sie den Besuchern an diesem Tag vorstellen will. Dann sollen die Bürger ihre Ideen und Kritik beisteuern. Am Ende mündet das in einen Auftrag für ein externes Planungsbüro, berichtete gestern Peter Heinze bei einem Pressegespräch. Immerhin 1,25 Millionen Euro sind grob für die Umgestaltung der fünf Allee-Abzweige eingeplant.

Gleich vor der Tür des Büros am Markt beginnt dann die Party. Anlieger und Gastronomen der Alten Bismarckstraße haben ihr erstes Stadtteilfest unter dem Titel "MyViertelFest" auf diesen Termin gelegt. Sprecher Marvin Schneider verspricht ab 14.15 bis 22 Uhr ein buntes Fest aus Tanz, Straßenmusik, Streetfood und Ballonkunst. In der Straße tue sich gerade sehr viel, berichtete Schneider mit ansteckender Begeisterung. Fast alle Anlieger machen mit. Der Begriff "MyViertel" soll zur Marke werden, weitere Veranstaltungen sind geplant. Solche Synergien seien das Ziel einer Stadtumbauförderung, sagte Heinze. Die öffentliche Hand wolle nur Auslöser einer Kettenreaktion sein, die den Stadtteil voranbringe.

Für die Klammer zwischen den Quartieren sorgt eine Schnitzeljagd. Geleitet über Markierungen, Plakate und Ballons werden die Teilnehmer an neun Stationen zwischen Innenstadt und Honsberg geführt. Wer die Buchstaben der Ratefragen richtig zusammenfügt, kann etwas gewinnen, berichtet Oliver Haarmann von der Agentur OH-Kommunikation. Was die Kraftstation an der Honsberger Straße mit der Alten Bismarckstraße verbindet, wird auf einer Stadtführung erklärt.

(hr)