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Gestaltung des Rathaus-Umfeldes in Remscheid-Lüttringhausen perfekt

Gestaltung des Rathaus-Umfeldes in Lüttringhausen : Optionales Wasserspiel kommt

Gestaltung für das hintere Rathausumfeld in Lüttringhausen steht fest. Das hat die Bezirksvertretung beschlossen. Die Finanzierung der Arbeiten soll durch einen Förderantrag und Spenden erfolgen.

Der endgültige Beschluss zur Umgestaltung der hinteren Rathausfläche in Lüttringhausen ist da: Baudezernent Peter Heinze warb sogar in der Sitzung der Bezirksvertretung für eine Entscheidung. Seit sechs Jahren begleitetet die Frage nach der Gestaltung der städtischen Fläche das Gremium.

Verschiedene Varianten wurden ausgearbeitet, diskutiert, um Anregungen des Heimatbundes zur Integration der Skulptur der ehemaligen Badeanstalt erweitert und schließlich die Variante 4.1. mit einem optionalen Wasserspiel einstimmig von den BV-Mitgliedern beschlossen – wenn aufgrund der Corona-Pandemie auch nur mit knapper Beschlussfähigkeit. Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller (CDU) zeigte sich zufrieden: Eine Gestaltungsfrage sei kein einfaches Thema, und noch vor Ende der Amtszeit habe man die Maßnahme nun auf den Weg bringen können.

So skizzieren die Technischen Betriebe des Umbau hinter dem Rathaus. Foto: TBR

Im Oktober, so erklärte Dirk Buchwald, Abteilungsleiter des Grünflächenamtes, können nun die nötigen Rodungsarbeiten auf dem Gelände beginnen. Neben dem zum Teil verwilderten Stück Grün muss auch die kleinere Winterlinde am Eingangsbereich weichen. Dort müssen laut der Vorgabe Parkplätze für die entfallenen Stellplätze entstehen. Einer der insgesamt vier angelegten Plätze wird dem Streifenwagen der Polizei vorbehalten sein.

Die Winterlinde könnte – ohne Garantie auf Erfolg – umgepflanzt werden, schlug Buchwald nach Anregung der BV vor. Für eine zum Teil abgestorbene, aber unter Baumschutzsatzung stehende Eibe erfolgt eine Ersatzpflanzung. Insgesamt werden zehn neue Bäume gepflanzt. Ebenfalls in den Beschluss aufgenommen wurde die Anregung der Naturschutzbeirats-Vorsitzenden Gabriele Lipka, im Rahmen der Aktion „Remscheid brummt“ insektenfreundliche Blumen und Sträucher zu pflanzen. Zur Pflasterung wird dasselbe Material wie an der Vorderseite verwendet.

Ein Kompromiss zwischen Verwaltung und Heimatbund stellt das Wasserspiel dar, das optional ist. Voraussetzung für den Bau ist nämlich die verbindliche Zusage des Heimatbundes für die Finanzierung aufzukommen. Insgesamt 43.000 Euro soll das in einer Stufenanlage integrierte Wasserspiel kosten. Am unteren Ende würde das Badepärchen auf einem Sockel stehen, erklärte Buchwald. Das Wasserspiel kann nachgerüstet werden, falls die Finanzierung sich verzögert. Die übrigen Gestaltungspläne seien unabhängig davon, betonte Buchwald.

Ob es realisiert wird, hängt nun vom Finanzierungserfolg ab. Gemeinsam mit der Stadt soll nun als erstes ein Förderantrag für Mittel aus dem NRW-Programm „Heimat.Zukunft.Nordrhein-Westfalen“ gestellt werden. Die Chance auf Bewilligung stehe nach ersten Gesprächen gut, findet Peter Heinze. Damit würden 50 Prozent gedeckt. Zehn Prozent Anschubfinanzierung hält die Stadt bis Ende 2021 bereit. Die übrigen 40 Prozent will der Verein durch Fundraising und Spendensammlungen zusammentragen.