Gericht verurteilt Gericht verurteilt Remscheider Rocker zu Geldstrafen

Mitglieder von „Osmanen Germania“ Wuppertal : Geldstrafe für Remscheider Rocker

Zwei Remscheider Mitglieder der Wuppertaler Rockervereinigung „Osmanen Germania“ hatten sich wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Bedrohung vor dem Wuppertaler Amtsgericht zu verantworten.

(mag) Zwei Remscheider Mitglieder der Wuppertaler Rockervereinigung „Osmanen Germania“ hatten sich wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Bedrohung vor dem Wuppertaler Amtsgericht zu verantworten. Dem dritten Angeklagten, einem Wuppertaler Mitglied des Chapters, war außerdem der Verstoß gegen das Waffengesetz in drei Fällen und Betrug vorgeworfen worden. Laut Anklage sollen die drei Osmanen den Vizepräsidenten des Rockerclubs in der Nacht zum 3. September 2016 unter Vortäuschung einer Entführung in einen Hinterhalt gelockt haben. Zuvor sollen sie aufgrund interner Streitigkeiten den Auftrag erhalten haben, den Vize „wegzumachen“.

Die beiden Remscheider sollen von einem Mitglied der Osmanen dazu aufgefordert worden sein, zu einer Aral-Tankstelle zu fahren. Dorthin hatte man offenbar auch den Vizepräsidenten bestellt, der ihnen dann zu einem abgelegenen Bahngelände nach Oberbarmen gefolgt sei. Dort angekommen, seien maskierte Männer aus dem Gebüsch gesprungen, die den „Vize“ verprügelt haben sollen. Die beiden Remscheider hätten unbeteiligt daneben gestanden, dem Wuppertaler soll laut eigener Aussage der Teleskop-Schlagstock aus der Hand gerutscht sein. Vor Gericht hatten sie ausgesagt, von dem Komplott nichts gewusst zu haben. Letztlich sollen lediglich die Vermummten für die Verletzungen des Vizepräsidenten verantwortlich gewesen sein. Der habe mehrere Stichverletzungen selbst verarztet.

Für die beiden Angeklagten aus Remscheid war der Prozess schnell beendet. Gleich zu Beginn des zweiten Verhandlungstages wurde ihnen von der Richterin mitgeteilt, dass man ihre Verfahren gegen die Zahlung von Geldauflagen in Höhe von 500 und 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung vorläufig einstellen wolle. Derweil wurde der Angeklagte aus Wuppertal zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

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