Geldautomat in Brücken-Center in Remscheid gesprengt

Remscheider Innenstadt : Geldautomat im Brücken-Center gesprengt

Bis 11 Uhr blieb das Brücken-Center am Dienstagvormittag geschlossen. Es gibt keine Hinweise auf die Täter. Geldautomat am Hasten weiter außer Betrieb.

Als Henning Denkler am Dienstagmorgen um kurz vor acht Uhr mit seinem Auto ins Parkhaus am Brücken-Center fuhr, wunderte er sich, dass es überall so leer war. Ein paar Minuten später sah er Polizisten am Eingang zum Center. Mehrere Beamte sperrten den Zugang weiträumig ab. Die Spezialisten der Spurensicherung untersuchten den Tatort rund um den Bankautomaten der Sparkasse Remscheid. Er befindet sich im Untergeschoss auf der rechten Seite. Die Fassade rund um den Automaten hat ein Sprengsatz der Räuber zerstört. Laut Aussage der Polizei konnte aber das Gehäuse nicht geöffnet werden. Die Täter mussten ohne Beute abziehen.

In seiner Regenbogen-Apotheke am Kaufland verfügt Henning Denkler über eine eigene Sicherheitsanlage in Form von Videokameras. Eine von ihnen erfasst einen kleinen Teil des Ganges im Erdgeschoss. Ein heller Blitz auf den Kacheln ist auf einem Video zu sehen. Danach ist alles dunkel. Stromausfall. Nach Angaben der Polizei haben die Täter versucht, den Geldautomaten mit Gas zu sprengen.

Zwei meterhohe Glastüren verschließen den Haupteingang zum Brücken-Center ab 22 Uhr. Sie wiesen keine Einbruchsspuren auf. Die Täter besaßen offensichtlich genaue Ortskenntnisse. Sie zerschlugen die Scheibe einer kleinen Tür, die an der Hausfront Richtung Willy-Brandt-Platz gelegen ist. Über eine Treppe gelangten sie so ins Erdgeschoss, wo der Geldautomat steht.

Jan Holzweißig, Manager des Brücken-Centers, erhielt kurz nach 7 Uhr eine E-Mail von den Haustechnikern über den Anschlag auf den Automaten. Vor Ort konnte er sich vergewissern, dass ansonsten kein Schaden an anderen Geschäften zu verzeichnen war. Per RundMail habe er alle Mieter sofort informiert und mitgeteilt, dass die Läden vorerst geschlossen bleiben müssen, bis die Beamten der Kriminalpolizei ihre Arbeit verrichtet haben. Um 11 Uhr lief der Betrieb wieder normal. „Für eventuelle Schäden kommen die Versicherungen der Mieter auf“, sagte der Manager.

Für die Sparkasse ist es bereits der zweite Überfall auf einen Automaten innerhalb weniger Wochen. Kurz vor Weihnachten versuchten unbekannte Täter einen Automaten in Hasten zu zerstören. Sie scheiterten. Das Gehäuse, in dem sich das Geld befindet, hielt der Sprengstoffattacke stand. Trotz des Einsatzes von Hubschrauber und Polizeihund fehlt bis heute jede Spur von den Tätern. Im Stadtgebiet stehen 31 Automaten der Sparkasse. Der in Hasten ist immer noch nicht wieder in Betrieb. Sicherheitsexperten der Bank besuchen laut Ann-Kristin Soppa, Sprecherin der Sparkasse, regelmäßig Fortbildungen, um mit neuer Technik auf solche Anschläge so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Am Montag scheiterten Bankräuber beim Versuch, einen Sparkassenautomaten in Wuppertal-Heckinghausen zu sprengen.

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