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Galerie Wroblinski zeigt James Rizzi-Ausstellung

Ausstellung in Remscheid : Hommage an Pop-Art-Künstler James Rizzi

Die Galerie Wroblowski zeigt anlässlich des zehnten Todestages von James Rizzi rund 120 Exponate des New Yorker Pop-Art-Künstlers.

Er ist einer der 150 bekanntesten Künstler der Welt – und vor zehn Jahren im Alter von nur 61 Jahren viel zu früh verstorben: der Pop-Art-Künstler James Rizzi. Aus diesem Anlass widmet die Galerie Wroblowski an der Alleestraße ihm noch bis zum 4. Dezember eine große Ausstellung, die rund 120 seiner Werke.

Galerist Gerd Wroblowski war übrigens der Erste seiner Zunft, der Anfang der 1980er Jahre James Rizzis Werke in Europa ausgestellt hatte. Zu diesem Zeitpunkt war der New Yorker hier noch gänzlich unbekannt. Seitdem hegten Künstler und Galerist eine freundschaftliche Vebindung. „Als wir am zweiten Weihnachtstag 2011 von seinem Tod erfahren haben, hat uns das tief berührt“, erinnert sich Wroblowski bei der Vernissage am Freitagabend in seiner Galerie. Und die ist gut besucht.

Bevor Dr. Anne-Kathrin Reif den Anwesenden eine kleine biografische Einführung zur Person Rizzis gibt, können sich die Besucher einen Überblick über die vielen ausgestellten Werke schaffen. Dazu spielt Dirk Trümmelmeyer zu sanften Beats aus der Konserve auf dem Saxofon.

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Unter den unzähligen Werken: eine große Anzahl an handsignierten Originalen, die großenteils aus der umfangreichen Sammlung eines Kunstliebhabers aus Süddeutschland stammen.

„Wir hatten das große Glück, dass wir Kontakt zu dem Sammler hatten und er sich dazu bereit erklärt hat, uns zu unterstützen“, erzählt Wroblowski. Neben den Originalen können auch drucksignierte Werke bestaunt werden – sie stammen von Rizzis Nachlassverwalter, der ebenfalls in Süddeutschland lebt – zudem in limitierter Auflage gedruckte Bilder.

Natürlich stehen auch an diesem Abend die Bilder im Vordergrund, denen allen das knallbunte und überaus lebendige Wesen zu eigen ist. „Über die Kunst James Rizzis möchte ich jetzt gar nicht viel erzählen, denn im Grunde genommen stehen die Werke für sich. Wenn man sie ansieht, weiß man sofort, was James Rizzi schaffen wollte: Seine Bilder machen einfach Freude. Mehr wollte er nicht“, erläutert dann auch Anne-Kathrin Reif, gibt dann noch eine Anekdote preis: Die typische 3-D-Grafik, die Rizzi praktisch erfunden hat, gehe auf seine Abschlussarbeit an der Universität zurückging. Er habe möglichst ökonomisch sein wollen und die Arbeit in gleich drei Fächern eingereicht, darunter auch in Betriebswirtschaftslehre. Und tatsächlich habe er  in allen drei Fächern seinen Abschluss erlangt.

Für Galerist Wroblowski ist die Erinnerung an den Künstler ausschließlich positiv. „Eigentlich wollte ich ihn damals gar nicht ausstellen. Aber ein befreundeter Kunsthändler in New York brachte immer wieder Bilder mit. Und irgendwann habe ich dann mal ein Schaufenster mit Rizzis Werken gemacht“, erinnert er sich an die Anfänge. Und: Der New Yorker Pop-Art-Künstler sei ein herzlicher, immer freundlicher und liebenswerter Mensch gewesen. „Er war ganz genau wie seine Bilder“, sagte Wroblowski. Er sei bestimmt an die zehn Mal in Remscheid gewesen. „Immer, wenn er auch in Europa war, war er auch bei uns.“  Und auch der Galerist selbst habe den Künstler mehrfach in New York getroffen. „Jedes Mal war besonders, er war ein besonderer Künstler und ein besonderer Mensch“, schwärmt Wroblonski.

Die Ausstellung ist bis zum 4. Dezember in der Galerie Wroblonski, Alleestraße 83,0 21 91/2 59 10 besuchbar. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr, samstags von 9.30 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung.