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Remscheid: Fußgängertraining für Erstklässler

Remscheid : Fußgängertraining für Erstklässler

Zum Schulstart in der kommenden Woche weist die Verkehrswacht Eltern und Kinder auf Gefahren hin.

Die Schule beginnt wieder in der kommenden Woche. Damit begeben sich junge Verkehrsteilnehmer in den Straßenverkehr, die oft noch nicht mit den Regeln vertraut sind. Deswegen setzt sich die Verkehrswacht Remscheid mit der Polizei dafür ein, die Erstklässler und ihre Eltern für die Gefahren zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie man sich sicher im Straßenverkehr bewegt.

Die Verkehrssicherheitsberater Michael Wenner und Stephan Keller von der Polizei waren dafür gestern zusammen mit Otto Mähler, dem Vorsitzenden der Verkehrswacht Remscheid, in der offenen Ganztagsgrundschule Hackenberg, um mit den Schülern ein Fußgängertraining durchzuführen. Entwickelt hatte dies die Leiterin der Schule, Dorothee Robra.

Für die 150 Schüler des offenen Ganztags war es ein besonderer Tag. Zusammen mit den Verkehrssicherheitsberatern gingen sie eine Übungsstrecke rund um die Grundschule ab. Robra hatte zuvor Gefahrenpunkt gesucht, eine Liste mit möglichem Fehlverhalten aufgestellt und den Schülern erklärt, wie sie die Route richtig abgehen. Wenner und Keller hatten dabei auf die einzelnen Gruppen, die nacheinander die Strecke abgingen, ein wachsames Auge und erklärten den Kindern bei Fehlverhalten, wie sie es richtig machen.

Dass solche Maßnahmen nötig sind, ist für Mähler der Ausdruck eines grundsätzlichen Problems, das Eltern verursachen, indem sie ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. "Sie bringen ihren Kindern gar nicht mehr bei, wie man sich sicher im Straßenverkehr bewegt", meinte der Vorsitzende. Laut Mähler sollten Eltern frühzeitig mit den Kindern die Schulwege einüben, um den Gefahren vorzubeugen. Andererseits appelliert er aber auch an die Autofahrer, damit sie auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Welch verheerende Auswirkungen es haben kann, unvorsichtig die Straße zu betreten, zeigten Wenner und Keller den Schülern mit einem Test. Mit einer Bremsmatte konnten sie den Kindern zeigen, wie lang ein Bremsweg ist. Auch Reaktionstests sollten ihnen helfen, die Gefahr ernster zu nehmen. Dabei mussten die Kinder bei einem Lichtsignal einen Knopf drücken, der für die Bremse im Auto steht. "Ich war überrascht, dass ich so lange gebraucht habe", meinte Lennox. Auch seine Mitschüler Julius und Marcel schlossen sich seinem Urteil an. Der Test habe ihnen geholfen, zu sehen, wie lange ein Autofahrer zum Reagieren braucht.

(hathi)