Fußball: Public Viewing steht auf der Kippe

Remscheid : Public Viewing steht auf der Kippe

Ob es zur Fußball-EM ein Rudelgucken auf dem Rathausplatz geben wird, ist unklar.

Jetzt ist es amtlich: Das Remscheider Sommermärchen zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist endgültig vorbei. Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft vor gut zwei Wochen baut nun auch Patrick Clalüna, Organisator der Fanfeier auf dem Theodor-Heuss-Platz, seine Zelte – und vor allem auch die Leinwand – ab. Nach dem abrupten Ende der deutschen Titelträume in Russland hatte Clalüna noch darüber nachgedacht, das vorhandene Equipment vor dem Rathaus zu nutzen, um die Remscheider am kommenden Final-Wochenende mit einer Party zu beglücken. Dazu werde es allerdings nicht kommen, erklärt Patrick Clalüna nun.

„Die Künstler, die wir für den Termin angedacht hatten, sind leider schon woanders im Einsatz“, sagt der Event-Veranstalter. Trotz Clalünas guter Kontakte in die Künstler-Szene bleibt den Remscheidern also das verwehrt, das nach dem Finale der Weltmeisterschaft 2014 für viel Begeisterung gesorgt hatte. Nach dem Sieg der deutschen Elf im brasilianischen Rio hatte sich auf dem Theodor-Heuss-Platz eine Riesenparty mit hochkarätigem DJ und einer spektakulären Lichtshow angeschlossen.

Verwehrt bleiben könnte den Fans übrigens auch das Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2020. Stand jetzt ist Patrick Clalüna nämlich noch nicht davon überzeugt, die Fanfeier auch zur Europameisterschaft, die in zwei Jahren in insgesamt zwölf europäischen Städten stattfinden soll, auszurichten.

An dem Zuspruch der Remscheider liegt das allerdings nicht. Sondern am internationalen Fußballgeschäft, betont Patrick Clalüna. „Das ist nur noch Politik. Der Markt ist völlig übersättigt“, schlägt er kritische Töne an.

Schon vor der Weltmeisterschaft in Russland sei die Euphorie daher bei vielen Fans in Deutschland etwas gedämpft gewesen. Eine endgültige Entscheidung über das Public Viewing vor dem Remscheider Rathaus gebe es aber noch nicht.

„Ich brauche jetzt etwas Zeit, um darüber nachzudenken“, lässt sich Veranstalter Patrick Clalüna noch ein Hintertürchen in Sachen Fußball-Europameisterschaft 2020 offen.

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