Remscheid: Für 140.000 Euro wird Fußgänger-Tunnel schöner

Remscheid: Für 140.000 Euro wird Fußgänger-Tunnel schöner

Mit "relativ geringen Mitteln" ließe sich eine "Aufwertung" des Fußgängertunnels zwischen Busbahnhof und Ämterhaus am Ebert-Platz erreichen. Das schreibt die Verwaltung in einer Antwort auf eine Anfrage der CDU. Die möchte wissen, wie der Tunnel im Sinne des "Wohlfühlfaktors aufgewertet" und "im Sinne des subjektiven Sicherheitsempfindens ertüchtigt werden" kann. Hintergrund ist die Diskussion darüber, ob die von der Stadt favorisierte Einrichtung einer überirdischen Ampel-Lösung und die damit verbundene Schließung des Tunnels der richtige Weg ist. Die Stadt orientiert sich am Beispiel der Nachbarstadt Solingen. Die hat den Tunnel am Hauptbahnhof einer Grundreinigung unterzogen, danach komplett neu gestrichen. Zwei Bereiche wurden mit stark leuchtenden Farben gestaltet. Über diesen Bereichen wurde eine Beleuchtung mit wechselnden Farben installiert. Mitgedacht in diesem Konzept wäre für Remscheid auch eine neue Entwässerungsrinne. Denn die Feuchtigkeit, die fast immer einen Teil des Tunnelbodens bedeckt, ist - anders als viele vermuten - keine menschliche Hinterlassenschaft, sondern Regenwasser.

In der von der CDU erbetenen Einschätzung bleibt die Verwaltung skeptisch. Zwar sei der Tunnel "allein aus verkehrlicher Sicht eine sichere Lösung" für die Überquerung der Straße. Gegen den Tunnel spreche aber die fehlende Barrierefreiheit (die vorhandenen Rampen sind zu steil), sowie der Angstraum-Charakter der Röhre. Allenfalls als zusätzliche Lösung zur Ampel sei der Tunnel denkbar. Dann müsse allerdings eine Lösung für die Betriebskosten gefunden werden. Favorit der Stadt bleibt die Ampel, sagt Baudezernent Peter Heinze. Hier werde aktuell geprüft, wie diese an dieser Stelle sicher gestaltet werden könne.

(hr)