Friedhelm Steinhaus liebt die Klassiker auf vier Rädern

Remscheid : Friedhelm Steinhaus liebt die Klassiker auf vier Rädern

Sein erstes Auto, ein VW Käfer 1303, war ehemals im Firmenbestand der elterlichen Firma unterwegs.

"Den Führerschein habe ich von meinen Eltern bezahlt bekommen, das Auto nicht. Das habe ich von meinem eigenen Geld gekauft, aber der Opa hatte mir etwas dazu getan. Der Käfer war orange, solche markanten Farben hatte man ja in den 1970er-Jahren", kann sich Friedhelm Steinhaus noch gut erinnern.

Auch daran, dass es damals hieß, er solle seine Fahrpraxis nicht mit einem neuen Auto kriegen. Rund zwei Jahre lang ist Friedhelm Steinhaus damit gefahren, war in vielen Ecken Europas. In Erinnerung sind ihm aber vor allem die Touren nach England geblieben. "Der Linksverkehr machte mir in den Städten eigentlich keine Probleme. Aber wenn man sich auf der Landstraße verfahren hatte und umdrehen musste, dann wurde es schwierig. Da war ich froh, wenn mich der Beifahrer erinnerte, dass links die richtige Straßenseite war."

Eine Reise auf die Insel ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben: Zusammen mit zwei Freunden war er unterwegs, vor allem um Schallplatten einzukaufen, die in England erheblich billiger waren als in Deutschland.

"Wir hatten jede Menge eingekauft, selbst der Dachgepäckträger wurde noch beladen. Heute kann man sich ja gar nicht vorstellen, mit wie wenig Gepäck man in diesem Alter auf einer Urlaubsreise auskam. Als es an die Rückreise ging, habe ich erst gesehen, dass ein Reifen völlig abgefahren war, das Leinen schon durchkam."

Weil aber der Ersatzreifen nicht viel besser ausgesehen hätte, haben sich die Freunde mit dem abgefahrenen Reifen auf den Rückweg gemacht. Über Belgien zurück nach Remscheid. "Wir haben das Auto zu Hause abgestellt und dann am nächsten Morgen gesehen, dass der Reifen total platt war. Irgendwo sind wir dann wohl auch noch über etwas Spitzes gefahren."

Wohl sei er mit dem Käfer öfter angeeckt. "Man dachte ja immer, das passt noch - aber wirkliche Unfälle gab es nicht." Nicht gekauft, aber aus dem Firmenbestand geliehen hat sich Steinhaus zwischendurch mal einen rotweißen VW Bulli. Damit war er dann mit sechs oder sieben Freunden am Wochenende unterwegs. Mal im Schwarzwald, mal in Holland. "Aus Nostalgie habe ich mir vor sechs Jahren farblich noch einmal den gleichen gekauft."

Als Präsident der Landesgruppe NRW im Deutschen Automobil-Veteranen-Club sind Autos seit langem sein Thema. Am 5. Mai startet die "Röntgen-Classic", für die er organisatorisch verantwortlich ist.

(RP)
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