Fridays for Future in Remscheid: Klimaschutz-Tipps für den Alltag

„Fridays for Future“ in Remscheid : Klimaschutz-Tipps für den Alltag

„Fridays for Future“-Ortsgruppe setzt auf Selbstverpflichtung der Bürger.

Jeder Einzelne kann mit kleinen Verhaltensänderungen im Alltag dabei mithelfen, das Klima zu schützen. Diese Überzeugung liegt der „Remscheider Selbstverpflichtung zum Klimaschutz“ zugrunde, die von der Remscheider „Fridays for Future“-Gruppe initiiert wurde. Heute wird das bundesweit einmalige Projekt im Jugendrat vorgestellt.

In einer Auflage von 1000 Exemplaren ist die auf Umweltpapier hergestellte Broschüre gedruckt worden und soll nun nach und nach verteilt werden. Zielgruppe sind Jugendliche und Erwachsene.

Das Heftchen enthält, aufgeteilt in die Sektoren Energie, Müllvermeidung und Mobilität, 34 praktische Maßnahmen. Das geht vom Hinweis, die Heizung abzudrehen, wenn man die Wohnung lüftet über den bevorzugten Kauf von unverpacktem Obst und Gemüse bis hin zur Mahnung, beim Kauf eines Autos auf den tatsächlichen Benzin-Verbrauch des Wunschmodells zu achten.

Wem bei der Lektüre Einiges bekannt vorkommen sollte, liegt richtig. Die kleine Fibel ist in Zusammenarbeit mit dem Remscheider Umweltamt, den Technischen Betrieben und dem Verein Klima-Allianz entstanden, die solche Tipps seit Jahren für die Bürger bereithalten.

Immer wieder würden sie von Mitschülern oder Altersgenossen gefragt, was genau der Einzelne denn im Alltag für den Klimaschutz tun könne, berichteten Mitglieder der Ortsgruppe bei einem Pressetermin über einen der Beweggründe für dieses Projekt.

Wie der Begriff „Selbstverpflichtung“ schon nahelegt, wollen die jungen FFF-Mitglieder aber mehr tun, als nur Hinweise geben. Nachdem sie sich Maßnahmen herausgepickt haben, sollen sich die Nutzer mit einer Unterschrift auf der letzten Seite des Heftes dazu verpflichten, die Regeln auch umzusetzen. Das soll helfen, nicht so schnell in die „Routinefalle zu tappen“. Auf einem beigelegten Blatt können die Erfolge schriftlich dokumentiert werden.

Man wolle die Menschen nicht einschränken, sagt Daniel Pilz von FFF. Jeder Einzelne solle selber entscheiden, was er tun will. Die Unterschrift diene allein dazu, dem Ganzen einen offizielleren Charakter zu geben. Man gehe damit „einen Vertrag mit sich selbst“ ein. Mit dem kleinen Heft wolle man auch zeigen, dass FFF in Remscheid nicht nur demonstriere, sondern auch praktische Vorschläge mache.

Bald, so kündigte die Gruppe an, soll es eine Version des Heftes geben, die speziell auf Kinder ausgerichtet ist. Die aktuelle Version ist auch im Internet abrufbar unter: www.jugendrat-remscheid.de/downloads

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