Wuppertal: Prognose: Die Stadt rutscht 2018 weiter ins Minus

Wuppertal: Prognose: Die Stadt rutscht 2018 weiter ins Minus

Das prognostizierte Jahresergebnis des städtischen Haushalts für 2018 hat sich nach den Erkenntnissen aus diesem Monat deutlich verschlechtert. Mittlerweile geht Kämmerer Johannes Slawig (CDU) davon aus, dass er zum Ende des Jahres ein Minus von 14,1 Millionen Euro verbuchen wird.

Der Haushaltsplan sah ursprünglich einen Fehlbetrag von nur 6,8 Millionen Euro vor. Grund für das weitere Abrutschen in die planerischen roten Zahlen sind vor allem eine Verschlechterung bei der Gewerbesteuer und ein Anstieg bei den Personalkosten.

"Beide Entwicklungen machen mir Sorge, weil es sich um strukturelle Verschlechterungen handelt", sagte Slawig jetzt. Ursprünglich hatte die Stadt bei den Personalkosten mit einer Kostensteigerung von 1,5 Prozent gerechnet - doch nach dem aktuellen Tarifabschluss und der damit verbundenen Besoldungserhöhung steigen die Kosten um durchschnittlich 3,19 Prozent. Das reißt die Stadt mit 6,6 Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltsansatz rein.

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Und dabei, das merkt Slawig an, handelt es sich noch um eine "zuversichtliche Auslegung" der Zahlenlage. Unterstellt sind dabei nämlich unter anderem die Umsetzung des noch offenen Personalabbaus aus dem Jahr 2017 im Umfang von 8,23 Stellen. Weitere Risiken kämen hinzu. Auch die Entwicklung bei der Gewerbesteuer schockt den Kämmerer. Fünf Millionen Euro hat die Stadt nach aktueller Rechnung im Vergleich zum Haushaltsansatz weniger im Stadtsäckel, weil Unternehmen weniger Gewerbesteuer zahlen werden.

"Eine weitere Verschlechterung ist nicht auszuschließen", sagt Slawig. Die Kosten, die das jüngste Unwetter im Stadtgebiet hinterlassen hat, sind noch gar nicht eingerechnet. Nach einer ersten Schätzung hat der Starkregen am 29. Mai rund zehn Millionen Euro Schaden verursacht.

(neuk)