Freies Wlan in den Sportstätten

Remscheid : Freies Wlan in den Sportstätten

In den Sportstätten müssen Sportler, Offizielle und Besucher nicht auf freies Wlan verzichten. Die Stadt ist dabei, im Zuge der Sanierung und des Neubaus Access-Points einzurichten. Auch in sechs Bussen soll Wlan angeboten werden.

Probeweise werden die Stadtwerke in sechs Bussen einen Wlan-Zugang anbieten. Dies bestätigte Matthias Bioly, Bereichsleiter Verkehrsmanagement bei den Stadtwerken, gestern auf Nachfrage. Testweise für ein halbes Jahr wird Wlan vermutlich im März in drei Gelenk- sowie drei Solobussen eingeführt.

Auch in Remscheids Sportstätten müssen Sportler, Offizielle wie Besucher nicht auf freies Wlan verzichten. Die Stadt ist dabei, im Zuge der Sanierung und des Neubaus Access-Points zu schaffen. Bereits vorhanden sind diese in den Sporthallen Hackenberg, Neuenkamp und Lüttringhausen, seit dem vergangenen Sommer auch im Freibad Eschbachtal (per Satellitenantenne).

Kommen werden die Router im ersten Quartal 2018 in der Sporthalle West und im Stadion Reinhagen. Sobald die neue Dreifachturnhalle am Röntgen-Gymnasium 2018 freigegeben wird, kann dort auch frei im Internet gesurft werden.

Bei der Wlan-Offensive sieht sich die Stadt Remscheid zunächst bei ihrem eigenen Immobilienbestand in der Pflicht. "Jedes Mal, wenn Hallen saniert oder neue gebaut werden, sind wir dabei", erklärt Jörg Hockenbring, Abteilungsleiter IT im Fachdienst Interne Dienste bei der Stadt. Überall da, wo die Kollegen des Gebäudemanagements mit einer Baumaßnahme tätig werden, klinken sich die IT-Experten des Hauses ein.

Hockenbring betont: "Ich habe keinen Etat, um freies Wlan für Bürger anzubieten. Nur da, wo Verwaltungsprozesse eh greifen, schaffen wir die Voraussetzungen." Die lokalen Netzwerke auch zu nutzen, war nicht einfach. "Der Flaschenhals waren die Freifunker", sagt Hockenbring. Diese bemühen sich, die Stadt mit freiem Wlan auszustatten.

Die Freifunker erklären auf ihrer Homepage: "Zur Zeit sind wir in Remscheid mit dem Datenverkehr an unseren Trägerverein Vfn NRW gebunden. Wir als Verein haben verschiedene Gateways angemietet, auf denen der Traffic des Vereins abgeworfen wird. Nun haben wir im Verein Vfn viele Communitys bzw. Städte angeschlossen. Der gesamte Datenverkehr dieser Städte läuft in einen Punkt zusammen. Wir hatten daher in den letzten Monaten mit Problemen im gesamten Freifunk zu kämpfen." Dank zahlreicher Unterstützer sei der Schritt gewagt worden, die Infrastruktur für Remscheid ein Stück weit auf eigene Beine zu stellen, teilen die Freifunker mit.

"Dabei bleiben wir natürlich dem Verein Vfn angeschlossen, wir werden unser System in Remscheid aber auf einen eigenen Server balancieren. Wir haben ein neues Gateway angeschafft. Das Gateway führt die Verbindungen der Router im Freifunk-Netz zusammen, und wirft die Datenpakete von da ins Internet ab."

(RP)