Freibad Eschbachtal will durchstarten

Remscheid : Freibad Eschbachtal will durchstarten

Wenig sommerliche Temperaturen sorgten dafür, dass die Besucherzahlen im Freibad Eschbachtal 2017 in den Keller sackten.

20.177 Gäste besuchten das altehrwürdige Bad. 2016 waren es 29.540 gewesen, 2015 sogar 30.195. Vergangenes Jahr war vom 20. Mai bis 31. August geöffnet.

Der Juni kristallisierte sich als der stärkste Monat mit 5 270 Besuchern heraus. "Elf Tage blieb das Bad wegen eines Rohrbruchs bei gutem Wetter geschlossen", nannte Sportamtsleiter Martin Sternkopf im Sportausschuss einen Grund, warum 2017 die drittschlechteste Besucherbilanz nach 2008 (17.294) und 2011 (11.528) in den vergangenen zehn Jahren brachte.

Um mehr Einnahmen zu akquirieren (2017 waren es 36.500 Euro), führt die Stadt nach dem geplanten Saisonstart am 10. Mai ihren Kurs fort, das Freibad Eschbachtal als Eventlokation auszubauen. Stefan Grote, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Eschbachtal, versicherte: "2017 haben wir einen guten Start geschafft, jetzt setzen wir einen drauf." Grote meinte im Ausschuss damit das "Eschtival", dass neben der Stadt maßgeblich finanziell wie organisatorisch von den Förderern getragen wird. Nach dem "1. Eschtival" mit Köbes Underground wird das musikalische Open Air vom 7. bis 9. September auf drei Tage ausgebaut mit den Höhnern und Jürgen Drews als Zugpferd.

Grote findet: "Hier schaffen wir etwas, was es außer dem WDR-Tag noch nie gab. Damit machen wir das Freibad über die Stadtgrenzen Remscheids hinaus bekannt." Martin Sternkopf ist zuversichtlich, dass 2018 über 2000 Zuhörer auf die grüne Wiese strömen werden. "Für Freitag und Samstag sind schon je 600 Karten verkauft", verkündete er den Kommunalpolitikern bei der Sitzung im Rathaus Lüttringhausen.

Das "2. Eschtival" findet am Wochenende nach dem Saisonschluss im Freibad (3. September) statt. Eine weitere Großveranstaltung wird sich anschließen. Der Verein "Tri Force Vital" lädt am 22. September zum Kindertriathlon "Eisenmännchen" ein, bei dem der Spaß an der Bewegung für Sechs- bis Elfjährige im Vordergrund stehen soll. Das Motto lautet: Schwimmen statt Fernsehen, Radfahren statt Computerspielen und Laufen statt Spielkonsolen.

Bevor es am 10. Mai mit den ersten Sprüngen ins kühle Nass losgeht, werden im April notwendige Fliesenarbeiten, die durch Frostbrüche entstanden sind, in den Becken und auf den Zuwegungen vorgenommen. Ein Problem hat die Stadt bei der personellen Besetzung: "Wir bieten eine Azubi-Stelle zum Bäderfachangestellten an, auf die sich niemand beworben hat", bedauerte Martin Sternkopf. Im Sportausschuss wurde auch noch einmal darauf hingewiesen, dass bundesweit Rettungsschwimmer fehlen.

(RP)