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Fest der Seelischen Gesundheit in Remscheidd

Fest der Seelischen Gesundheit in Remscheid : Fokus liegt auf der belasteten Seele

Am 26. August präsentieren insgesamt 18 Remscheider Träger auf einem Fest im Sozialpsychiatrische Zentrum ihre psychischen Hilfsangebote.

Obwohl es viele Aufklärungskampagnen gibt, werden Menschen mit psychischen Problemen nach wie vor oft stigmatisiert. Sich zu öffnen, anzuvertrauen und Hilfe zu suchen, fällt vielen Betroffenen daher nach wie vor sehr schwer. Dabei gibt es gerade in Remscheid eine ganz Menge an Hilfsangeboten von sozialen Trägern wie dem SkF oder profamilia, die teilweise auf bestimmte seelische Krankheiten oder Altersgruppen spezialisiert sind. Alle 18 gemeinsam werden sich am Freitag, 26. August, im Rahmen eines bunten Festes im und um das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ), Konrad-Adenauer-Straße 2-4, gebündelt präsentieren.

„Es geht darum, das gesamte Angebot in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, aber auch, uns langfristig untereinander noch besser zu vernetzen“, erklärt Jens Heckmann vom gemeinnützigen sozialpsychiatrischen Dienstleister Augusta Hardt Horizonte (AHH). Nicht zuletzt wolle man mit dem Fest auch Berührungsängste der Menschen abbauen, die bislang den Kontakt zu seelisch belasteten Personen eher gescheut haben. „Unser hauseigenes Café Elling war ja vor Corona ein Begegnungszentrum für alle Bürger. Das haben wir durch die vielen Einschränkungen ein wenig verloren und wollen genau dort jetzt wieder hin“, sagt Annemarie Ihlow, Geschäftsführerin des SPZ. In den Räumen und auch auf der kleinen Grünfläche davor mit Ausrichtung zum Ebert-Platz soll sich in lockerer Atmosphäre ausgetauscht werden. Livemusik, Kunst und kurze Vorträge, unter anderem vom ärztlichen Leiter der Stiftung Tannenhof, Professor Dr. Eugen Davids, oder der Remscheider Autismusexpertin Alexandra Harth, runden die Veranstaltung ab. Für persönliche Gespräche stehen zwei Räume zur Verfügung. „Im Gegensatz zu den Vorjahren findet der Tag der seelischen Gesundheit erstmalig zentriert an einem Ort statt. Zudem haben wir diesmal den Fokus darauf gelegt, nicht nur Fachpublikum anzusprechen und wir beziehen die Jugendhilfsangebote mehr mit ein“, ergänzt Heckmann.

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Der Festcharakter – davon sind die Organisatoren überzeugt – sei gerade nach der belasteten Coronazeit eine gute Möglichkeit, Menschen zu erreichen. „Das Angebot soll so niederschwellig und barrierefrei wir möglich sein, damit möglichst viele Bürger den Weg zu uns finden“, erklärt SPZ-Mitarbeiterin Arabella Nitzschke. Denn letztlich gehe es immer darum, Berührungsängste abzubauen. Mehr Offenheit im Umgang mit seelischen Belastungen, das wünscht sich auch Uwe Arps, Seelsorger und Diakon bei der Stiftung Tannenhof. „Unser Fest kann sicherlich viel dazu beitragen“, hofft der Theologe, der lange selbst mit Depressionen zu kämpfen hatte. „Niemand muss sich schämen.“

Das bunte Fest der seelischen Gesundheit beginnt am Freitag, 26. August, um 13 Uhr und endet um 17.30 Uhr. In den Räumen des SPZ gilt die Maskenpflicht. Besucher sollten einen negativen Bürger-Schnelltest vorzeigen können, der übrigens kostenfrei durchgeführt wird (Veranstaltung in geschlossenen Räumen). Notfalls kann ein kostenloser Test aber auch im SPZ gemacht werden.