Remscheid: essKultour geht weiter

Remscheid: essKultour geht weiter

Auch beim Feiern muss gespart werden. Deswegen gibt's beim Schlemmer-Event auf der Alleestraße Neuerungen. So müssen die Gäste das Besteck kaufen.

Köstlichkeiten vom frischen Lachs, Jakobsmuscheln, Austern, diverse Erdbeer-Kreationen, aber auch Bratwurst und Pommes — die vierte Auflage der Remscheider essKultour soll wieder ein kulinarisches Highlight werden. Vom 2. bis 4. Juli verwandeln Remscheider Gastronome die Alleestraße mit ihren exquisiten Gerichten in eine Gourmetmeile, laden die Besucher zum Schlemmen und Verweilen ein.

Abgespecktes Programm

Doch im Vergleich zum Vorjahr müssen sich die Gäste auf einige Änderungen einstellen, wie Andreas Meike vom Stadtmarketing erklärt: "Der Spardruck betrifft auch die essKultour. Wir dürfen nicht mehr Geld ausgeben als wir einnehmen." Was im vorigen Jahr nicht der Fall war, als die Stadt die essKultour mit einer fünfstelligen Summe unterstützen musste.

Und da die Gastronomen nicht die Preise für die Speisen erhöhen wollen, wird es in diesem Jahr voraussichtlich ein abgespecktes Rahmenprogramm geben. "Bisher haben wir lediglich drei Zusagen für musikalische Beiträge", sagt Meike. Sie stammen von den Bergischen Symphoniker, die am Samstag ab 14 Uhr spielen, einem Gitarren-und-Gesangs-Duo und einer Folkband. "Allerdings hoffen wir darauf, dass sich in diesem Bereich noch etwas tut", sagt Meike.

Eine weitere Änderung, die den Sparzwängen geschuldet ist, bemerken die Besucher direkt an der Essensausgabe. Denn um Geld zu sparen, haben sich die Organisatoren dazu entschlossen, das Geschirr und Besteck nicht mehr bei auswärtigen Firmen zu leihen, sondern selbst anzuschaffen. "Dadurch erhoffen wir uns Einsparungen in Höhe von 20 000 Euro", erklärt Mitorganisatorin und Gastronomin Cathrin Zache. Die Gäste müssen das Besteck dann für einen Euro kaufen und können es von Stand zu Stand mitnehmen.

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Unterstützung für "Möhrchen"

Die Hälfte der Einnahmen aus dem Besteckverkauf fließt in die Kassen des Fördervereins "Möhrchen", der in der Ganztagsbetreuung warme Mittagessen für Kinder aus bedürftigen Familien mitfinanziert. "Wir wollten die essKultour auf keinen Fall sterben lassen und finden dieses Prozedere eine gute Alternative. So gehen die Einsparungen auf keinen Fall auf Kosten der Qualität", verdeutlicht Jochen Schreiber von der Villa Paulus.

Neu ist auch, dass die Schlemmermeile mit ihren Zelten, Stehtischen, Garküchen und Bierzeltgarnituren etwas weiter nach oben auf die Alleestraße rücken. Damit möchte man der geplanten Probeöffnung der unteren Allee für den Autoverkehr Rechnung tragen.

Eindrücke von der essKultour 2009 unter www.rp-online.de/remscheid

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gastronomie-Event Esskultour

(RP)