Endlich Licht für zwei dunkle Straßen in Remscheid

Kimmenauer Weg und Volkeshaus : Es werde Licht an zwei finsteren Straßen

Zwei dunkle und deswegen unheimliche Stellen in der Stadt weniger: Die Beleuchtung am Kimmenauer Weg und in Volkeshaus ist fertiggestellt.

Kimmenauer Weg und Volkeshaus waren die ersten großen Investitionen in Remscheids Straßenbeleuchtung seit vielen Jahren. Nun brennen abends und nachts die Laternen an zwei einst dunklen Orten. Insgesamt 24 Lichtpunkte mit 22 Watt bei 2500 Lumen (Helligkeit) und 3000 Kelvin (Lichtfarbe) sind installiert worden. 16 am Kimmenauer Weg in Lennep. weitere acht zwischen Fürberg und Volkeshaus.

Beide Abschnitte galten als Angsträume bei Nacht. Mit 181.100 Euro waren die Maßnahmen für 2018 veranschlagt worden. „Am Ende sind sie deutlich teurer geworden“, meint Udo Wilde, bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) für Verkehrstechnik/-Steuerung und Beleuchtung zuständig. Exakt kann Wilde die Steigerung nicht beziffern, weil die Abrechnungen noch nicht vorliegen.

Gerade am Kimmenauer Weg, der an die Kammgarnsiedlung grenzt und zum Bahnhof führt, stellten TBR und die Fachfirma fest, dass sich der Verbindungsweg in einem desolaten Zustand befand. Als auf 580 Meter die Gräben für Leitungen gelegt werden sollten, erschwerte Wurzelwerk die Arbeiten. „Vom Straßenbau wurde es deshalb aufwendiger als gedacht in Lennep, aber jetzt ist dafür über die Hälfte des Kimmenauer Weges neu“, gewinnt Wilde der Kostensteigerung einen positiven Effekt ab.

Die LED-Lichtpunkte in acht Meter Höhe wurden in einem Abstand von rund 30 Metern gesetzt. Mittlerweile sind sie am Straßenrand schon vom Grün der Bäume umhüllt. Die Absperrung der Baufelder ist aufgehoben. Bewohner der Kammgarnsiedlung hätten es lieber gesehen, wenn die parallel zum Kimmenauer Weg laufende Karlstraße Nutznießer geworden wäre. Denn der für Fußgänger ausgewiesene letzte Teil der Karlstraße wird lieber als Verbindungsstück genutzt, weil der Fußweg bequemer, ebener und kürzer auf dem Weg zum Bahnhof ist. Für Udo Wilde (TBR) und Stephan Koch (EWR), die bei der Umsetzung federführend sind, hätte der Kimmenauer Weg auch keine Top-Priorität eingenommen. Aber am Beschluss der Kommunalpolitiker gab es nichts zu deuteln.

Die automatische Schaltung der Lichtpunkte folgt einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2007, nach dem sich die Laternen abends bei weniger als 30 Lux (Beleuchtungsstärke) einschaltet und morgens entsprechend ausschaltet. Von 22 bis sechs Uhr erfolgt noch einmal eine Dimmung der LED-Lichtpunkte – für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar.

Aus Kostengründen hatte sich die Stadt lange zurückgehalten bei neuen oder zusätzlichen Straßenbeleuchtungen. Die Lenneper Ortspolitiker hatten sich seit vielen Jahren für mehr Licht entlang der Straßen eingesetzt. BV-Vorsitzender Markus Kötter (CDU) ist sicher: „Auch wenn es die Verwaltung bestreitet: Es gibt zahlreiche weitere dunkle Ecken in Lennep.“

Auch wenn die städtischen Mittel in diesem Bereich knapp sind, so gibt es tatsächlich ein Anschlussprojekt. „Die Lenneper Bezirksvertretung wünschte sich eine Verdichtung der Lichtpunkte in der Alten Kölner Straße“, sagt Udo Wilde. Wilde erkennt dies aus fachlicher Sicht an: „Die Beleuchtung dort ist in der Tat miserabel.“ In der Alten Kölner Straße – zwischen den Hausnummer 13 bis 33 – werden von den EWR derzeit insgesamt acht neue Lichtmasten installiert. Die LED-Leuchten besitzen eine Lebensdauer von 48.000 Stunden. Die Maßnahme soll 11.400 Euro kosten.

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