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Elektromobilität in Remscheid: „Wir liegen einigermaßen im Plan“

Elektromobilität in Remscheid : „Wir liegen einigermaßen im Plan“

Das Ladeinfrastrukturkonzept von Stadt und Stadtwerken soll dieses Jahr vorgestellt werden. Trotz Corona läuft die Planung weiter, auch wenn ein erstes Treffen schon ausfallen musste.

Bis 2022 soll die Elektromobilität in Remscheid weiter ausgebaut werden. 100 neue Ladepunkte für E-Autos sollen bis dahein dazukommen, verteilt auf 25 Standorte in der Stadt. Das war der Plan, bevor das Corona-Virus das öffentliche Leben auf den Kopf stellte. Eigentlich wollte sich vergangene Woche eine Plaungsgruppe treffen und und weiter an dem Konzept arbeiten, sagt Monika Meves vom Umweltamt der Stadt Remscheid. Doch daraus wurde erst einmal nichts. Der Ausbau der Ladepunkte soll trotzdem wie geplant weiter gehen. Stand jetzt. „Wir liegen einigermaßen im Plan“,sagt Monika Meves.

Dieser Plan sieht folgendermaßen aus: EWR und die Stadt wollen zusammen die Elektromobilität in Remscheid stärken. Dafür braucht es mehr Ladesäulen. Um diese auszubauen, erarbeiten Stadt und EWR aktuell ein Konzept, in dem festgelegt wird, wo die Säulen aufgestellt werden. 80.000 Euro an Fördergeldern fließen in das Projekt, Stadt und Stadtwerke werden von externen Experten unterstützt.

Die neuen Landesäulen sollen außerdem in der Lage sein, den Strompreis abzurechnen. Bisher ist das Tanken an den EWR-Ladestellen kostenlos, das soll sich bis 2022 ändern. Auch die schon bestehenden Ladestellen sollen dahingehend umgewandelt werden.

Drei neue Standorte in Remscheid stehen schon fest, sagt Meves: Die Gertenbachstraße in Lüttringhausen, der Thüringsberg in Lennep und das H2O-Badeparadies. Das Ladeinfrastruktur-Konzept, und damit die weiteren Standorte, soll im Sommer vorgestellt werden. „Das ist auch immer noch der Plan“, sagt Meves.

Ziel des Plans ist es, die Stadt Remscheid einmal auf ein höhrere Anzahl von E-Autos vorzubereiten. Auch soll eine höhere Anzahl von Ladestationen dazu motivieren, auf ein elektronisch angetriebenes Fahrzeug umzusteigen. Wenn es genügend Möglichkeiten gebe, sein Auto aufzuladen, werde auch die Attraktivität der E-Fahrzeuge erhöht, so Meves.

„Im Jahr 2019 gab es 226 Fahrzeuge in Remscheid, die ein E-Kennzeichen haben“, sagt die Umweltamts-Mitarbeiterin. Da aber ein solches Kennzeichen nicht verpflichtend ist, könnte die Zahl aber auch höher sein, so Meves.

Bislang gibt es fünf städtische Ladesäulen, also insgesamt zehn Ladepunkte in Remscheid, alle betrieben von der Stadtwerke-Tochter EWR. Die neuen E-Tankstellen sollen auf 25 Standorte in der Seestadt auf dem Berge verteilt werden.

Das würde bedeuten: 50 Säulen, an jedem Standort zwei, und 100 Ladepunkte. „Das ist die Grundausrichtung“, sagt Mike Giera, Leiter des Geschäftsbereich Netze bei den EWR. In seinem Team arbeite aktuell trotz Corona ein Mitarbeiter am Ladeinfrastrukur-Konzept. „Aber es hat aktuell nicht die allerhöchste Priorität, das ist klar“. Doch auch Giera verweist darauf, dass es das Ziel sei, das Konzept bis Mitte des Jahres fertig- und vorzustellen. „Wir versuchen, im Zeitplan zu bleiben“, so Giera.

Nicht Teil des Konzepts sind hingegen Ladesäulen, die auf privatem Untergrund errichtet werden, wie zum Beispiel auf Supermarktparkplätzen oder an Tankstellen. Hier habe es aber schon erste Anfragen gegeben, so Giera. Von wem, das kann er noch nicht sagen. Aber dass auch an solchen Orten Ladesäulen errichtet werden, hält Giera für folgerichtig und logisch. „Wenn ich 45 Minuten einkaufen bin, kann ich dann währenddessen mein Auto aufladen“, sagt der EWR-Mann. Das erhöhe die Attraktivtät der E-Mobilität.