Remscheid: Eine Wahlparty, die den Namen verdient - ohne Remscheider

Remscheid: Eine Wahlparty, die den Namen verdient - ohne Remscheider

Die Kandidaten aller Parteien traten bei der Bundestagswahl zwar als Vertreter aller drei Städte im bergischen Städtedreieck an, bei der zentralen Wahlparty am Abend des 24. September im Barmer Rathaus konnte man die Vertreter der politischen Parteien aus Remscheid aber an einer Hand abzählen. Der Rest hatte es vorgezogen, daheim in den jeweiligen Parteibüros zu feiern - oder zu leiden. Einige fuhren nach Solingen, das anders als die Stadt Remscheid seine Wahlveranstaltung nicht abgesagt hatte. Neben den beiden Wuppertalern im Remscheider Verwaltungsvorstand (Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz) fand zunächst nur der Landtagsabgeordnete Sven Wolf (SPD) den Weg ins Tal der Wupper.

Da es dem Remscheider Reporter lange Zeit an lokalen Gesprächspartnern mangelte - und die Wuppertaler Bühnenregie anfänglich wenig Lust zeigte, Ergebnisse aus dem Remscheider Wahlkreis zu präsentieren - konnte er seine Vergleiche ziehen zwischen der Präsentation der Wuppertaler und dem, was er aus dem Ämterhaus kennt. Und war angetan. Auf einer Bühne führte ein Radiojournalist Interviews mit Politikern, im Eingangsbereich gab es ein deftiges Catering. Noch wichtiger - es waren richtig viele Bürger da. Zumindest bis zur ersten Hochrechnung für die SPD.

Foto: Stephan Köhlen

Von oben schallten Rufe der Wuppertaler Parteivertreter in den Lichthof herunter. Die Fraktionen haben dort ihre Büros im Rathaus. Laut war es vor allem bei der FDP. Das hatte den Namen Wahlparty verdient. Kannte ich so nicht aus Remscheid. Ach ja - die Kandidaten kamen viel später auch noch kurz vorbei. Da waren die Bürger aber schon weg.

(hr)