Remscheid: Eine Schnitzeljagd durch die Stadtteile

Remscheid : Eine Schnitzeljagd durch die Stadtteile

Der bundesweite Aktionstag der Städtebauförderung wurde auf dem Honsberg, in Stachelhausen und der Innenstadt gefeiert. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Resonanz.

Auf dem Honsberg, in Stachelhausen und der Innenstadt, wurde der Tag der Städtebauförderung gefeiert. Ein bundesweiter Aktionstag, der zeigen soll, was sich in den Stadtteilen, dank finanzieller Unterstützung durch Bund und Länder, hauptsächlich jedoch durch bürgerschaftliches Engagement entwickeln kann.

Für gesellige Menschen und Entdecker gab es am Samstag viel zu erleben. In den verschiedenen Stadtteilen, die zum Städteförderungsprojekt gehören, wurden diverse Aktionen angeboten, die ein aktives und vielfältiges Miteinander skizzierten. Die Programme auf dem Honsberg, Stachelhausen und in der Innenstadt wurden inhaltlich durch eine gemeinsame Schnitzeljagd verbunden. Ein Shuttle-Bus der Stadtwerke beförderte die interessierten Besucher kostenlos zwischen den drei Stadtteilen.

Tag der Städtebauförderung: Maskenperformance & Musik am Aussichtspunkt Halskestraße. Foto: Jürgen Moll

Der Startschuss wurde in Honsberg abgegeben, wo zu einer Stadtführung von der Halskestraße bis zum Markt 13, Stützpunkt des Innenstadt-Managements, eingeladen wurde. Künstlerische Aktivitäten, wie Ausstellungen und Musikprogramm wurden angeboten.

Ab 14 Uhr eröffnete Baudezernent Peter Heinze die Bürgerbeteiligung vor dem Innenstadtbüro. Bis 19 Uhr hatten Besucher und Anwohner dann Gelegenheit, ihre Ideen zur Umgestaltung der Alten Bismarckstraße, Fastenrath-, Scharff-, Wiedenhof- und Mandtstraße abzugeben. Und es kam einiges zusammen, wie die drei Innenstadt-Manager Christian Wlost, Jonas Reimann und Jan Eichenauer erfreut berichteten. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz", sagte Architekt Christian Wlost.

# Bouleturnier Honsberg vs. Kremenholl mit dem Titelverteidiger Honsberg. Uta-Friedrich Zielas feuert an. Foto: Moll Jürgen

Für die Umgestaltung des Trios Scharff-, Wiedenhof und Mandtstraße wurde unter anderem eine Fahrradtrasse vorgeschlagen sowie mehr Überquerungshilfen. In der Fastenrathstraße sprachen sich die Bürger dafür aus, vor allem den Brunnen in Rathausnähe sauber zu halten und maximal Tempo 20 zu erlauben. Für die Alte Bismarckstraße wurde dagegen angeregt, die Parkplätze zu reduzieren oder ganz abzuschaffen, dafür eine Außengastronomie zu etablieren und die altehrwürdige Straße als Gastro-Meile zu entwickeln.

Dass dies tatsächlich eine gute Idee sein könnte, zeigte sich bei "MyViertel Fest" auf der steilen Zugangsstraße zur Innenstadt. Zwischen Vis-a-Vis- und Saxo-Bar, tummelten sich allerhand Besucher, die das gute Wetter nutzten, um sich auf dem Straßenfest einzufinden. Ein Nachbarschaftsfest mit großen Andrang, das von der Stimmung her an ein kölsches Veedelfest erinnerte. Niklas Bergmann (32), Inhaber der Vis-a-Vis Bar und Mitinitiator des MyViertel Festes zeigte sich zufrieden. "Die Idee kam eigentlich von den Anwohnern selbst, die über der Bar wohnen."

Und weil so ein Fest gut zum Konzept der Städtebauförderung passt, von innen heraus seinen Stadtteil zu beleben, erhielten die Initiatoren auch wohlwollende Unterstützung der Stadt. Das gefiel auch den Besuchern: "Das Fest ist sehr geil", äußerte etwa Jenni Zimnol (18). "Es wäre gut, wenn es das regelmäßiger geben würde", sagte auch Alexandra Merkel.

(RP)