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Remscheid: Ein schöner Park rund ums Baudenkmal

Remscheid : Ein schöner Park rund ums Baudenkmal

Landschaftsbeirat diskutierte über die Neugestaltung des Areals am Lüttringhauser Rathaus und nannte eigene Ideen.

Die Lenneper sind stolz auf ihren Hardtpark, Remscheid-City hat seinen Stadtpark, Lüttringhausen habe als Gartenstadt zwar prächtige Privatgärten, aber keinen erhaltenen Park wie die anderen Stadtteile, denen Industrielle einst Grünflächen stifteten, um Bürgern eine Naherholungsfläche zu bieten, sagte Gabriele Lipka. "Es gibt in Lüttringhausen ein Defizit innerstädtischen Grüns, was die Lebensqualität mindert." Die Vorsitzende des Landschaftsbeirats hatte in die Archive geschaut, um den Wert des letzten kleinen Parks im Dorf zu untermauern. Denn das Areal rund ums Lüttringhauser Rathaus soll aufgewertet werden. 100 000 Euro stehen dafür zur Verfügung.

In der jüngsten Sitzung des Landschaftsbeirats ging es darum, wie und wo genau dies geschehen kann. Angeregt wurde, einen Runden Tisch mit Beteiligten - wie Stadt, Technische Betriebe Remscheid, Heimatbund Lüttringhausen, die Geschäftsinhaber von Bäckerei Beckmann und Metzgerei Nolzen - zu gründen. Im Spätherbst soll es eine Bürgerversammlung geben und werde die Bezirksvertretung Lüttringhausen über das Konzept abstimmen.

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Ein gutes Stück Vorarbeit in Sachen Bürgerbeteiligung hat der Heimatbund bereits geleistet. Er hatte einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen, bei dem jeder seine kreativen Vorschläge äußern durfte. Insgesamt 45 Einsendungen zählte der Bürgerverein, sagt dessen Vorsitzender Peter Maar. Über die drei Vorschläge des Heimatbundes, wo genau das Geld investiert werden soll - Umgestaltung der Flächen hinter dem Rathaus in eine Grünanlage, Neugestaltung des Rathausvorplatzes und Erweiterung der Platzanlage am Bandwirkerbrunnen - wurde abgestimmt: Klare Favoriten seien der Platz vor dem Rathaus und die Fläche hinter dem Baudenkmal. Auch der Landschaftsbeirat wolle seine Ideen einbringen, sagte Lipka. Sie regte an, prüfen zu lassen, welche Flächen entsiegelt werden können. Sitzmöglichkeiten, die schöne Ausblicke bieten, insektengerechte Blumenbeete, ein Kräuterbeet zum Pflanzen und Ernten für jedermann, standorttypische Bepflanzung, ein Rückschnitt von Bäumen, um den Park heller zu gestalten - das sind nur einige Vorschläge.

Stephan Jasper warf die Frage auf, ob noch Fördergelder für das Parkprojekt akquiriert werden, beispielsweise aus Förderprogramm für städtisches Grün, oder Mittel aus dem Topf "Ersatzmaßnahmen" fließen können.

Nach Angaben von Frank Stiller (TBR) ist es nicht möglich. Naturschutzfördergelder seien nur für die 23 Schutzgebiete und nur für den Außenbereich gedacht. Und die Ersatzgelder, die laut Baumschutzsatzung für gefällte Bäume zu zahlen sind, würden in dem Areal investiert, wo der Eingriff erfolgt ist.

Ein erster Schritt zur Neugestaltung erfolgt jetzt: die genaue Vermessung des Areals.

(RP)