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Ein behütetes Nest für die Familie

Mein Remscheid : Ein behütetes Nest für die Familie

Der Hasenberg ist ein Ortsteil mit vielen umtriebigen Menschen, die einen starken Zusammenhalt pflegen. Die meisten Hasenberger bezeichnen sich eher als Lenneper denn als Remscheider.

Der Hasenberg ist – im positivsten Sinne – ein gallisches Dorf im Schatten des großen und geschichtsträchtigen Stadtbezirks Lennep. Ein Ortsteil mit vielen umtriebigen Menschen, die im Kleinen, zum Wohle der Nachbarn, agieren und einen starken Zusammenhalt pflegen. Der Hasenberg gilt heute als multikultureller Wohnort für Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten, scheint aber auch bei Mittelständlern beliebt zu sein. Einige kleinere Firmen, Handwerker (etwa Steinmetz und Maler) sowie Dienstleister haben sich im naturnahen Ort mit guter Verkehrsanbindung niedergelassen.

Besonders beliebt ist der Stadtteil, hauptsächlich geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser, aktuell wieder vermehrt bei jungen Paaren mit Kleinkindern, die den Hasenberg als behütetes Nest für die Familiengründung schätzen, die ruhige Lage und die kurzen Wege zu Kita und Grundschule im Ort. Es leben aber auch zahlreiche Senioren auf dem Berg – bewusst und gerne. Neben seiner Nähe zum Lenneper Stadtwald empfiehlt sich der Hasenberg auch durch die zweitälteste Talsperre Deutschlands, die Panzertalsperre, als beliebter Ausflugsort.

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Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Hasenberg im Kolumbusjahr (1492) als „Hasenbergh“, benannt nach einem Wohnplatz. Er besteht aus mehreren ehemaligen Hofschaften wie Jacobsmühle, Neuenteich, Schneppendahl und dem Lenneperhof und wurde in seiner Geschichte von verschiedenen Verwaltungsämtern für sich beansprucht. So gehörte der Hasenberg Anfang des 19. Jahrhunderts zunächst noch zum Verwaltungsbezirk Bornefeld-Hückeswagen.

Ab 1832 war er dann Teil der altbergischen Landgemeinde Fünfzehnhöfe, die dem Amt Wermelskirchen unterstand, welches wiederum dem Kreis Lennep angehörte. Zu jener Zeit zählte der Hasenberg, der hauptsächlich Ackerland mit einem Wohnhaus und zwei landwirtschaftlichen Gebäuden war, keine 15 Einwohner.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1906) schließlich wurde der Hasenberg in die Stadt Lennep eingemeindet, die später, 1929, in die Stadt Remscheid eingegliedert wurde. Im Zuge der Industrialisierung bauten Firmen auf dem Hasenberg Wohnungen für ihre Mitarbeiter, sodass er eigentlich zu den klassischen Arbeitervierteln zählt. Nach dem Krieg wurde der Stadtteil als Neubaugebiet erschlossen und wuchs in den 1970er-Jahren rasant an.

Heute ist der Hasenberg komplett bebaut und zählt über 4200 Einwohner mit einem Migrationsanteil von knapp 16 Prozent. Viele deutsche Familien aber auch polnische und russische Einwanderer leben hier friedlich zusammen.

Die meisten Hasenberger bezeichnen sich noch heute selbst eher als Lenneper denn als Remscheider.