Remscheid Durch intensives Training zur Lehrstelle

Remscheid · 16 Schüler schließen das Ausbildungsvorbereitungsjahr des Berufsbildungszentrums erfolgreich ab.

Sie blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Bis auf zwei haben alle der 16 Schüler des Ausbildungsvorbereitungsjahr des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) eine Ausbildungsstelle in der Tasche.

"Das zeigt, dass es gelingt, Hauptschüler auf anspruchsvolle Berufe vorzubereiten", sagt Michael Hagemann, BZI-Geschäftsführer, der die Idee zu dem Projekt "come-in-job" hatte. Der diesjährige Jahrgang ist bereits der vierte Durchlauf, der sowohl praktisch als auch theoretisch auf eine Ausbildung im Metallbereich vorbereitet wurde. Ausgewählte Bewerber von Hauptschulen, die zwar Potenzial haben, aber noch etwas Vorbereitungszeit benötigen, werden in dem Jahr gefördert, um ausbildungsfähig zu werden.

Zudem konnten in diesem Durchlauf zwei wichtige Elemente zur Professionalisierung des Projekts dazu gewonnen werden: eine eigene Berufsschulklasse am Berufskolleg Technik sowie der Förderunterricht direkt im BZI statt auswärtig, ergänzt Hagemann. Davon haben die 15 jungen Herren sowie eine Dame, die bereits im Februar die Ausbildung zur Industriemechanikern beginnen konnte, profitiert. Weiteres Plus: Die Schüler erhalten bis zu 70 Prozent des tariflichen Gehalts aus dem ersten Ausbildungsjahr der Metallbranche, die durch den Arbeitgeberverband und die Agentur für Arbeit finanziert werden.

"Wir haben ganz viele Bewerbungen geschrieben, die Unternehmen haben wir vom Arbeitgeberverband vermittelt bekommen", erklärt der 19-Jährige Kevin Radowicz Redondo, der eine Stelle für eine Ausbildung zum Zerspannungsmechaniker sicher hat. "Mit dem Vorbereitungsjahr hat man bessere Chancen", sagt der zukünftige Zerspannungsmechaniker Daniel Heinrichs (17).

"Ausschlaggebend in dem Jahr war für mich, mit den Maschinen zu arbeiten", ergänzt Pascal Lube (18), der seine Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik beginnen wird.

"Die Schüler haben eine wichtige Voraussetzung gezeigt: Durchhaltevermögen. Wir brauchen qualifizierte Mitarbeiter", sagt Alexander Holthaus vom Vorstand des Arbeitgeberverbandes, der erneut die 17 neuen Schüler des kommenden Jahrganges unterstützen wird.

Erstmals ist dann ein Schüler der Elektrotechnik als Versuchsdurchlauf dabei. Hagemanns Bestreben ist es, zukünftig je eine Vorbereitungsklasse für beide Bereiche anbieten zu können. Zudem ruft er Unternehmen auf, schwächeren Bewerbern mit Potenzial die Möglichkeit des BZI aufzuzeigen, um so Fachkräfte zu sichern und Ausbildungsstellen zu besetzen.

(RP)