Remscheid: DRK-Blutspendeteam bekommt CDU-Ehrenpreis verliehen

Remscheid: DRK-Blutspendeteam bekommt CDU-Ehrenpreis verliehen

Einmal im Jahr verleiht die CDU Remscheid ihren Ehrenpreis. Der wird nach den drei Buchstaben des Partneinamens vergeben: für christlich geprägtes Engagement, für demokratisches Engagement und für Engagement im Unions-Sinne. Für 2017 war das "C" an der Reihe, ausgezeichnet wurde das ehrenamtliche Blutspende-Team des Deutschen Roten Kreuzes in Remscheid.

Eigentlich hatte die Ehrung im Dezember des Vorjahres stattfinden sollen: "Damals ist uns aber der Schnee in die Quere gekommen", sagte Kreisvorsitzender Jens Nettekoven am Samstag in der CDU-Geschäftsstelle an der Konrad-Adenauer-Straße. "Diesmal hätte es auch die sibirische Kälte sein können", konterte der Laudator Dr. Christian Henkelmann schmunzelnd. Aber bei bestem Winterwetter war dann doch das Team um die Blutspendenbeauftragte Evelin Müller erschienen und freute sich über die Auszeichnung.

Man sei recht schnell auf die Blutspender gekommen, als es darum ging, wer im Jahr 2017 den Ehrenpreis für christliches Engagement bekommen sollte, sagte Nettekoven: "Es ist christlich motiviert, wenn man Blut spendet. Es ist eine Tat der Nächstenliebe. Und wenn Sie und Ihr Team nicht wären, würde das Blutspenden nicht so gut funktionieren." Die Ehrenamtlichen seien die ersten Berater für die Spender beim jeweiligen Blutspendetermin. Sie könnten Erstspendern die Angst nehmen und das alleine durch eine freundliche Begrüßung oder ein nettes Wort.

Henkelmann ging in seiner Laudatio vor allem auf die Themen Nächstenliebe und Empathie ein: "Sie machen in Remscheid Dienst am Menschen, Dienst an der Gesellschaft", betonte Henkelmann. Er ging auf einen Werbespot ein, der zum 14. Weltblutspendetag im August 2017 gezeigt wurde: "Das Thema war: 'Echte Kerle spenden nicht nur Applaus'. Darin wurde eine Biker-Gang gezeigt, die zum gemeinsamen Blutspenden fuhr." Empfangen wurden die "harten Kerle" von einer älteren Dame, die verdeutlichte, dass die spitze Nadel nichts sei, vor dem man Angst haben müsse.

Und gleichzeitig wies Henkelmann darauf hin, wie wichtig die einzelne Spende sei: "In Deutschland werden jedes Jahr pro Tag 15.000 Blutspenden benötigt, um die Behandlung der Menschen im Krankenhaus sichern zu können." 200.000 Ehrenamtler sorgten an 40.000 Blutspendeterminen dafür, dass etwa 1,7 Millionen aktive Blutspender erreicht würden. "Das klingt viel, ist es aber in der Relation zum Bedarf nicht", sagte Henkelmann. Eine weitere Zahl verdeutlichte das Problem noch mehr: "Insgesamt spenden derzeit knapp drei Prozent der Bevölkerung Blut. Nötig wären sechs Prozent."

Henkelmann schloss seine Dankesworte mit dem Motto: "Schenke Leben, spende Blut! Vier Worte, die sagen, worauf es ankommt." Im Anschluss bekam Müller den Preis überreicht und bedankte sich dabei vor allem bei ihrem Team: "Ohne die Teamarbeit könnten wir unsere Arbeit gar nicht machen."

Der nächste Blutspendetermin ist am Montag, 5. März, im DRK-Haus an der Alleestraße.

(RP)