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Remscheid: DOC - Spielberggasse soll entlastet werden

Remscheid : DOC - Spielberggasse soll entlastet werden

Für Stadtplanerin Sigrid Burkhart erfüllt das geplante Designer Outlet Center (DOC) die Funktion eines Bypasses für die herzkranke Altstadt. Mehr Menschen sollen wieder in die Altstadt kommen, Menschen, die vorher im DOC einkaufen waren.

Für die Lenneper Einzelhändler ist es daher besonders wichtig, dass die städteplanerische Anbindung des DOC an das historische Ensemble gelingt, und zugleich der "normale" Kunde weiterhin ausreichend Parkplätze findet, wenn die bisherigen Parkflächen auf dem Kirmesplatz und vor dem Stadion wegfallen. Der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband hatte Burkhart in die Klosterkirche eingeladen, damit sie Fragen der Händler beantwortet.

Im Detail konnte und wollte Burkhart nicht berichten. Dazu sei es noch zu früh. Aber einige Andeutungen, in welche Richtung sich der Verkehr entwickeln, und wie das Problem "ruhender Verkehr" gelöst werden könnte, machte sie doch.

An der Spielberggasse treffen Altstadt und DOC aufeinander. Sie ist der neuralgische Punkt der Planung. Burkhart sagte, dass nicht wie bisher geplant der gesamte Durchgangsverkehr (5500 Autos pro Tag) über die Gasse geführt werden soll. "Die Spielberggasse wird nicht den gesamten Verkehr der wegfallenden Wupperstraße aufnehmen müssen", sagte Burkhart. Vielmehr arbeite man an einer neuen Verteilung der Autoströme. Es werde überlegt, die Spielberggasse aufzupflastern und einspurig zu halten. Eine zweite Spur, die vom DOC-Gelände abgeknapst werde, soll zur Entlastung führen. Eine Arbeitsgruppe Denkmalschutz und Verkehr arbeite an entsprechenden Planungen, die im September vorgestellt werden sollen.

Eine genaue Analyse über den ruhenden Verkehr in Lennep soll ein sicheres Datenmaterial bereitstellen, um zu entscheiden, wie die Parkplatzsituation für Altstadtbesucher neu geordnet werden kann. Die Stadt beauftragt Verkehrszähler. Durch den Bau des DOC werden viele Parkplätze überbaut, die Altstadthändler für ihre Kunden nachweisen mussten. Zwei Dinge stehen für Burkhart bereits fest. Die Parkpalette an der Bergstraße muss saniert werden, daran führe kein Weg vorbei, sagte Burkhart. Ein Gutachter soll klären, wie viel Geld eine Sanierung kosten würde. Außerdem werde überlegt, die Parkmarkierungen auf dem Alter Markt zu ordnen, um mehr Platz für Autos zu schaffen. Laut Burkhart werde auch überlegt, städtische Grundstücke für Parker zur Verfügung zu stellen. Sie schloss aus, dass die Altstadt für den Verkehr gesperrt werden könnte, wenn in drei Jahren dort womöglich Touristenströme auf Zuliefererverkehr und Autos treffen werden.

(RP)