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DOC: Klee sammelt Argumente

Geplantes Designer-Outlet-Center : DOC: Klee sammelt Argumente

Die Fäden in Sachen Designer-Outlet-Center (DOC) laufen seit November 2017 bei Dietmar Klee zusammen.

Der vorherige Leiter des Fachdienstes Recht und Datenschutz wurde von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zum DOC-Koordinator ernannt. Klee soll in dieser Funktion dafür Sorge tragen soll, dass die unterschiedlichen Behörden ihre Aufgaben bei dem Großprojekt zeitnah erledigen.

Die Arbeit gehe ihm nicht aus – wenngleich sich die Gerichte derzeit mit dem DOC befassen und eine Entscheidung aussteht, berichtet Klee. „Wir warten nach wie vor darauf, wie die Kläger ihre Einwände begründen. Um aber möglichst schnell darauf reagieren zu können, bereiten wir unsere Verteidigungs- und Prozessstrategie bereits vor“, erklärt der DOC-Koordinator. Denn: Je schneller die Gegenargumente der Stadt vorliegen, umso eher kann das Oberverwaltungsgericht in Münster einen Termin festlegen. Und genau darauf komme es an: „Denn ohne Urteil macht es zum Beispiel keinen Sinn, den Bauzeitenplan neu zu schreiben“, fügt Klee hinzu. Der aktuelle Plan ist längst überholt, nachdem der Start der umfangreichen Baumaßnahmen immer wieder verschoben werden musste.

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Dabei seien auch jahreszeitliche Faktoren zu beachten. Baumfällungen sind wegen der Vegetationsperiode nur von Oktober bis Ende Februar gestattet. Auch darauf müsse bei den Arbeiten Rücksicht genommen werden.

In der Zwischenzeit müssen sich die Gastronomen und Händler in der Lenneper Altstadt darauf einstellen, dass sich durch das DOC auch für sie vieles ändert. Zu erwarten sind durch das Center deutlich mehr Laufkunden, die den historischen Stadtkern ansteuern. Dazu wurde eine Zukunftswerkstatt gestartet, in der es um die Bewältigung der künftigen Herausforderungen ging.

„Dies weiter zu begleiten, ist eine Aufgabe, die Baudezernent Peter Heinze übernommen hat“, sagt der Koordinator, der für die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Großprojekt zuständig ist. Dabei steckt er aktuell in einer Zwickmühle. „Denn zum einen hat die Öffentlichkeit natürlich einen Anspruch darauf, über den weiteren Fortgang informiert zu werden. Andererseits können wir über keinen neuen Sachstand berichten, bevor die Gerichte entschieden haben.“

Investor McArthurGlen führt unterdessen erste Vermarktungsgespräche mit Interessenten im ehemaligen Baubüro, Kölner Straße 10. Gesucht werden Mieter für 120 Geschäfte und sechs Restaurants, die entstehen sollen. Für das DOC werden das Röntgen-Stadion und der Jahnplatz an der Alten Feuerwache aufgegeben. Auf dem Kirmesplatz ist das Parkhaus vorgesehen. Das Projekt kostet nach Angaben des Unternehmens 165 Millionen Euro.