Remscheid: DOC-Investor verbreitet Zuversicht

Remscheid : DOC-Investor verbreitet Zuversicht

Mit der Erstellung der Verkehrsgutachten ist ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung des Designer-Outlet-Centers (DOC) in Lennep gelungen. Das sagt Henning Balzer, Entwicklungsmanager des DOC-Investors McArthurGlen.

Er sprach als Gast bei der Hauptversammlung des Lenneper Verkehrs- und Fördervereins und stellte sich anschließend bei einer ruhig und sachlich geführten Diskussion den Fragen seiner Zuhörer.

Wer sind die DOC-Kunden? Erfahrungen aus anderen Outlet-Centern von McArthurGlen zufolge liegt das Durchschnittsalter bei 40 Jahren. DOC-Kunden bewältigen im Schnitt 50 bis 60 Minuten Anfahrtzeit und kommen in Gruppen von zwei bis drei Personen. DOC-Gäste besuchen zwei- bis dreimal im Jahr ein Outlet-Center und bleiben dann in der Regel zwei bis drei Stunden dort.

Welche Gastronomie ist geplant? Eher System-Gastronomie, wie zum Beispiel Nordsee- oder Marché-Restaurants. "Es ist nicht unser Ansinnen, die Gastronomie der Altstadt zu ersetzen", betonte Balzer.

Welchen Namen wird das DOC haben? Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, befürchtet, das DOC könne zum Beispiel nach der Modestadt Düsseldorf benannt werden — schließlich heiße das DOC von McArthurGlen in Wustermark ja auch "DOC Berlin". Einen Namen für Remscheid konnte Balzer noch nicht nennen, "doch der Name soll Bezug zur Region haben", sicherte er zu.

Welche Garantie gibt es, dass das DOC in Lennep auch in zehn oder 20 Jahren noch existiert? Keine, antwortete Balzer — wohl aber Erfahrungswerte: Kein einziges der Outlet-Center von McArthurGlen wurde bislang wieder geschlossen.

Können die Outlet-Besucher auch nach Geschäftsschluss noch in den DOC-Garagen parken, weil sie zum Beispiel abends noch die Altstadt besuchen? Ja, es werde Lösungen geben, damit die Autos nicht eingesperrt werden. Kundenzufriedenheit sei dem DOC-Investor auch nach Ladenschluss noch wichtig, antwortete Balzer.

Kann man auch nach Ladenschluss noch auf dem DOC-Gelände einen Schaufensterbummel machen? Nein, nachts wird das DOC-Gelände abgeschlossen. Das sei eine Frage der Kosten und der Sicherheit. "Das Center ist am Tage belebt, aber nicht nachts. Es wohnt dort keiner", antwortete Balzer. Eine Zuhörerin äußerte dafür Verständnis: Auch das Allee-Center hätte früher sonntags geöffnet, doch die Zahl der Kunden, die die Schaufenster der geschlossenen Geschäfte betrachteten, sei nur gering gewesen. Dafür aber habe es Verunreinigungen und Vandalismus gegeben, so dass das Center sonntags nun geschlossen bleibt. Schützenhilfe bekam Balzer auch von einer weiteren Zuhörerin: Das DOC sei "etwas, was wir in Lennep dringend brauchen", sagte sie. Dafür gab es als einzige Zuhörerstimme vom restlichen Publikum Applaus.

(arue)
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