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Remscheid: Die Zitterpartie dauert an

Remscheid : Die Zitterpartie dauert an

Das Ordnungsamt genehmigt das Lenneper Oktoberfesti mit Auflagen. Die Anlieger bestehen allerdings darauf, dass sich der Verein ab 2008 einen anderen Festplatz sucht.

Das Lenneper Oktoberfest darf auf der Westumgehung stattfinden. Diese Entscheidung fällte gestern das Ordnungsamt. Allerdings wurde die Genehmigung um mehrere Auflagen ergänzt. "Wir wollen so die Belastung für die Anlieger minimieren", sagt Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann.

Folgende Bedingungen gibt es: Dauer Die ursprünglich für zehn Tage angesetzte Sperrung wird um drei Tage verkürzt und soll nun von Dienstag, 9. Oktober, bis Montag, 15. Oktober, andauern. Andienung Der Liefer- und Ladeverkehr soll ausschließlich auf dem Festplatz stattfinden. Die Alte Kölner Straße darf nicht blockiert werden. Eine Andienung über die Bahnhofstraße wird empfohlen. Beschilderung Auf einen Sperrbock auf der Alten Kölner Straße wird verzichtet. Stattdessen werden Schilder mit den Texten "Sackgasse nach 50 Metern" und "Zufahrt bis Parkhaus frei" auf die Parkmöglichkeiten in Nähe der Supermärkte und Geschäfte hinweisen.

Mit diesen Einschränkungen sehen die Anlieger ihre Forderungen für dieses Jahr erfüllt: "Das hätte man auch einfacher haben können, ohne das öffentliche Hickhack", sagt Guido Trant, nachdem er von der BM über die Auflagen informiert wurde. Trant ist einer der beiden Beschwerdeführer.

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Nach wie vor im Raum steht allerdings die Forderung, dass sich der Verkehrs- und Förderverein ab 2008 einen anderen Festplatz suchen soll, ergänzt Rechtsanwalt Thomas Rieger, der die beiden Anlieger Trabus Immobilien und Schatz AG vertritt. Die Entscheidung darüber werde der Verkehrs- und Förderverein am Montag mitteilen — bis dahin behalte man sich den Klageweg als mögliche Option vor. "Meine Mandanten wollen endlich Ruhe in die Sache bringen und sind auf eine endgültige Lösung aus", erläutert Rieger. Es könne nicht sein, dass jedes Jahr aufs Neue über die Westumgehung als Festplatz diskutiert werden müsse. Lenke der Verkehrs- und Förderverein nicht ein, werde nötigenfalls ein Gerichtsurteil Klarheit bringen.

Rieger verweist außerdem auf einen Passus in dem zehnseitigen Schreiben vom Ordnungsamt, der ihm Hoffnung macht: "Das Ordnungsamt sichert darin zu, dass es die Standortwahl der künftigen Feste sorgfältig prüfen wird", sagt der Rechtsanwalt. Zwischen den Zeilen gelesen bedeute das: "2008 wird das nichts mehr werden."

Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, will die Entscheidung des Ordnungsamtes zunächst nicht kommentieren. Morgen, Sonntag, trifft sich der komplette Vorstand zur Besprechung der Lage.

(RP)