Die neue Euphorie fürs Pendler-Parken

Ansichtssache: Die neue Euphorie fürs Pendler-Parken

Mit einer ungewöhnlichen Taktik hat die CDU die Stadt am Lenneper Bahnhof in Zugzwang gebracht.

Manchmal kann die Remscheider SPD richtig froh sein, dass es im Rat auch die CDU gibt. Mehrfach waren die Sozialdemokraten in der Vergangenheit im (bis auf eine Ausnahme) durchgängig rot regierten Rathaus mit dem Wunsch nach mehr Flächen für Park & Ride-Parkplätze an den Remscheider Haltepunkten der S 7 abgeblitzt. Nun geht plötzlich doch was, zeigt sich der Fördergeber für den Nahverkehr gar nach den Worten des neuen Baudezernenten Peter Heinze euphorisiert von der Idee, zu diesem Zweck der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) Flächen am Bahnhof Lennep abzukaufen. Eine Brache übrigens, die dort schon länger zuwuchert.

Auf den ersten Blick mag es seltsam wirken, dass eine der Wirtschaft traditionell nahe stehende Partei wie die CDU ihre Zustimmung zum Verkauf einer Gewerbefläche an einen Investor von der Einrichtung neuer Parkplätze für Pendler abhängig macht. In diesem Fall aber war Druck offenbar nötig, um überhaupt Bewegung in das Thema zu bringen. Es ist eine weitere Anekdote in der bewegten Geschichte dieses Gewerbegebietes. Man erinnere sich nur an die flammende Rede von Oberbürgermeister Mast-Weisz in der BV Lennep, als die Brauchtumsvereine darauf hofften, auf einer der freien Flächen einen besseren Ersatz als eine gesperrte Straße für den wegfallenden Kirmesplatz zu finden. Motto damals: Wir brauchen die Flächen für unsere Betriebe.

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Dass die CDU hier nun einen Parkplatz ins Gespräch bringt, wirkt auf manchen Vereinsvertreter wie blanker Hohn.

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