Die Mehrheit will Wasser im Brunnen

Remscheid : Die Mehrheit will Wasser im Brunnen

Soll der Brunnen bepflanzt werden? Soll er als Platz mit Sitzgelegenheiten gestaltet werden? Soll er später wieder sprudeln?

Auf dem Fragebogen, die der SPD-Ortsverein Stadtmitte / Hasten am Freitag an einem Stand nahe des nicht sprudelnden Allee-Brunnens standen diese Fragen, es blieb allerdings hinreichend Platz für weitere Anregungen.

"Die Bürger kamen schon zu uns, als wir den Stand noch aufgebaut haben," sagte Sigmar Paeslack. Er war ähnlich zufrieden mit dem Verlauf der Aktion wie Inge Brenning (Arbeitsgemeinschaft 60+), die Unterbezirksvorsitzende Christine Krupp oder der Initiator, Bezirksbürgermeister Otto Mähler.

Dieser zeigte sich zufrieden über das Vorhaben, zunächst blühende Blumen zu pflanzen, bis das Geld für die Sanierung des Brunnens aufgebracht sein wird. Aber auch die Blumen kosten natürlich Geld - insbesondere, weil es nicht damit getan ist, die Blumen zu pflanzen. Sie müssen gepflegt werden. Es gilt, ab und zu Wildkräuter zu jäten, und im besten Fall wird auch verhindert, dass irgendjemand die Blumen herausreißt.

Weil "nichts so lange hält wie ursprünglich angedachte Provisorien", sei es eben umso wichtiger zu erfahren, was die Menschen wollen, die sich auf die Alleestraße begeben. Ralf Wieber, für die CDU Mitglied der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, nutzte auch die Gelegenheit zu Gesprächen mit Passanten. Und er interessierte sich natürlich ebenfalls für das Ergebnis des Stimmungsbildes.

"Die Stimmung ist klar," sagte Otto Mähler: "Die Menschen wollen Wasser im Brunnen plätschern sehen und hören." 89 waren bereit, sich zu äußern. Sie sprachen sich mit sehr großer Mehrheit dafür aus, dass im Brunnen alsbald wieder Wasser sein wird - und dafür, dass er bis dahin bepflanzt werden soll. Nicht wenige plädierten dafür, den Platz um den Brunnen mit Sitzgelegenheiten zu versehen.

Bei den Blumen äußerten viele der Befragten die Befürchtung, dass die Pflanzen nicht lange unbehelligt wachsen können, sondern herausgerissen werden. Die Menschen auf der Allee nutzten die Gelegenheit aber auch, sich sehr viel mehr Grün in der Stadt insgesamt zu wünschen. Und Iris Kuznik hörte mehrfach die Frage: "Weshalb kümmern Sie sich nur um den Brunnen hier auf der oberen Alleestraße?" Es gehe doch auch um den Kugel- und den Kunstbrunnen an der unteren Allee.

Der Ingenieur Eberhard Schulze wusste zu berichten, dass die Tendenz weltweit dahin gehe, Wasserbrunnen gar nicht mehr zu bauen. Stattdessen seien Bepflanzungen gefragt, fügte er hinzu.

(RP)
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