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Die Linke in Remscheid fordert Hundewiese für Lennep

Die Linke in Remscheid : Hundewiese für Lennep gefordert – Schwierige Standortsuche

In der Corona-Pandemie sind auch in Remscheid immer Menschen auf den Hund gekommen. Die Partei Die Linke will deswegen eine umzäunte Freilauffläche für Hunde in Lennep einrichten

In der Corona-Pandemie sind immer Menschen auf den Hund gekommen. Die Partei Die Linke möchte deshalb mehr freien Auslauf für die Vierbeiner in Lennep. Für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lennep am morgigen Mittwoch, 26. Mai, hat die Partei einen Antrag eingereicht, demnach die Verwaltung an einem geeigneten Standort im Stadtteil eine umzäunte Freilauffläche für Hunde einrichten soll.

Durch solch eine Fläche soll das Konfliktpotenzial zwischen Hundehaltern und anderen Spaziergängern minimiert werden. Das hätte sich nämlich seit der Corona-Krise erhöht, etwa am Westerholt, so die Begründung der Partei. Die Anzahl der Halter hat sich seit dem ersten Lockdown merklich erhöht.

Gleichzeitig litt jedoch die Erziehung der Tiere, da Hundeschulen ebenfalls von den Schließungen zur Eindämmung des Virus betroffen waren, so die Partei weiter. Im gesicherten Rahmen auf einer eingezäunten Hundewiese könnten die Vierbeiner freien Auslauf genießen, ohne etwa in der jetzigen Brut- und Setzzeit Kitze aufzuscheuchen und zu gefährden.

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Dass es den Wunsch nach stadtnahen Hundefreilaufflächen gibt, ist nicht neu. Mit den Flächen im Stadtpark neben der Konzertmuschel sowie im Grünzug Kuckuck gibt es bisher zwei solcher Anlaufstellen in Remscheid. Im Jahr 2019 befürwortete die Stadt zudem eine Hundewiese am Hohenhagen. Allerdings konnte dort kein geeigneter Platz gefunden werden.

Für Lennep schlägt die Linke drei Flächen zur Prüfung vor: Teile des Lenneper Bachtals, den Kirmesplatz sowie die Grünfläche zwischen Teichstraße und Am Drosselsang in Nähe des Röntgen-Gymnasiums. „Man muss sich aber auch immer bewusst sein, eine Fläche, die als Hundewiese ausgewiesen ist, kann dann auch nicht mehr für andere Zwecke genutzt werden“, sagt Michael Zirngiebl, Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Grünfläche stehe dann nicht mehr fürs Grillen, Sonnenbaden oder zum Toben für Kinder zur Verfügung. Das sei bei einer Standortsuche immer abzuwägen. Zudem, sagt er, werden die Konflikte und Probleme, die durch freilaufende Hunde im Wald entstehen, durch eine Hundewiese nicht geklärt.

Außerdem habe das Beispiel Hohenhagen gezeigt, dass es sehr schwierig sei, eine geeignete Stelle zu finden. Auch bei den Vorschlägen der Linken zeigt er sich eher zurückhaltend. Teile des Bachtals seien als Ausgleichsfläche für das Designer Outlet Center (DOC) vorgesehen. Dort sollen Magerwiesen blühen. Und der Kirmesplatz ist bekanntlich als Fläche für das DOC-Parkhaus eingeplant. Beide Orte wären dann, wenn überhaupt, nur vorrübergehend nutzbar.

„Bei der Fläche an der Teichstraße haben wir bereits überlegt, wie man diese aufwerten und auf Vordermann bringen kann“, merkt Zirngiebl an. Ob sich diese als Hundewiese anbieten würde, müsste man näher prüfen, sollte sich die BV für den Antrag der Linken entscheiden. Allerdings sei der Raum dort nicht sehr groß, ergänzt er.